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07.02.2026
01:07 Uhr
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Erst wollte er nicht darüber reden – nun äußert sich Gil Ofarim im Dschungelcamp doch zu dem Davidstern-Skandal. Und er schürt neue Zweifel an seinem eigenen Geständnis.

Der Sänger und Dschungelcamp-Bewohner Gil Ofarim hat sich überraschend zu dem angeblichen Davidstern-Vorfall geäußert. In der RTL-Sendung sagte Ofarim über Videoaufnahmen, die in dem Gerichtsverfahren wegen Verleumdung gegen ihn eine wichtige Rolle gespielt hatten, diese seien nicht die Originalaufnahmen gewesen. "Es wurde nachgewiesen, dass das Band nicht das Originalband ist. Es wurde nachgewiesen, dass von allen Kameraaufnahmen mehrere Sekunden gefehlt haben", sagte Ofarim in der aktuellen Folge von Ich bin ein Star – Holt mich hier raus. Ofarim hatte im Jahr 2021 deutschlandweit Schlagzeilen gemacht, als er sich bei Instagram als Opfer antisemitischer Äußerungen eines Hotelmitarbeiters darstellte. Der Mann in einem Hotel in Leipzig habe gesagt, Ofarim solle seinen Davidstern abnehmen, erst dann dürfe er einchecken, so lauteten die damaligen Anschuldigungen des Sängers. Ofarim erstattete Anzeige, aber auch der Hotelmanager wehrte sich und zeigte seinerseits den Musiker wegen Verleumdung an. Ein Gutachten zu den Videoaufnahmen legte nahe, dass die Kette gar nicht sichtbar gewesen sei, als Ofarim im Hotel einchecken wollte. Ein Digitalforensiker wertete unter großem Aufwand sieben Videos der Überwachungskameras in dem Hotel aus. Sänger legte im Prozess Geständnis ab Auch das Video, das dem Experten vorgelegen habe, sei "nicht das Original", behauptete Ofarim nun im Dschungelcamp. Angaben dazu, wie er zu diesem Schluss kam, machte der Sänger nicht. Zudem sprach Ofarim von einem Zeugen, der ausgesagt habe, dass er "den Davidstern gesehen" habe. Vor Gericht in Leipzig hatte Ofarim, der Sohn des 60er-Jahre-Stars Abi Ofarim, schließlich in knappen Sätzen gestanden und sich entschuldigt . "Die Vorwürfe treffen zu. Es tut mir leid", sagte er in dem Verleumdungsprozess. Das Verfahren wurde im August 2024 endgültig eingestellt . Der Musiker musste als Auflage einen Geldbetrag von 10.000 Euro zahlen. Bereits im Frühjahr 2025 hatte Ofarim in zwei Interviews bei RTL und im Stern angedeutet, dass er sich nur aus taktischen Gründen entschuldigt habe , um dem Prozess ein Ende zu machen.