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01.12.2025
12:33 Uhr
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Durch Schläge, Tritte und Böllerwürfe sollen Anti-AfD-Demonstranten in Gießen Polizisten verletzt haben. Hessens Innenminister weist Kritik an der Polizei zurück.

Bei Protesten gegen die Neugründung der Jugendorganisation der AfD am Wochenende in Gießen sind nach Angaben von Hessens Innenminister Roman Poseck (CDU) mehr als 50 Polizisten verletzt worden. Bei der Auflösung rechtswidriger Blockaden seien Polizisten geschlagen, getreten und mit Böllern beworfen worden. Zu schweren Verletzungen sei es nicht gekommen, sagte Poseck. Wie viele Demonstrierende genau verletzt wurden, ist unklar. Ein Sprecher des Landkreises Gießen sagte der ZEIT am Sonntag, dass in Krankenhäusern und extra eingerichteten Behandlungszentren 36 verletzte Protestler behandelt worden seien. In der Regel habe es sich um leichte Verletzungen wie Prellungen und Schürfwunden gehandelt. Kritik, dass die Polizei unverhältnismäßig gewaltsam gegen Demonstranten vorgegangen sei, wies Innenminister Poseck zurück. "Nach meiner Wahrnehmung hat die Polizei sehr verhältnismäßig gehandelt", sagte er. Poseck versicherte jedoch, dass der Einsatz gründlich aufgearbeitet werde. Dieser Artikel wird weiter aktualisiert.