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29.11.2025
13:20 Uhr
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An der wohl größten einzelnen Demo gegen die Gründung einer neuen AfD-Jugendorganisation in Gießen haben laut dem Veranstalter mehr als 20.000 Menschen teilgenommen. Das teilte der Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) mit. Der Bezirksvorsitzende des DGB Hessen-Thüringen, Michael Rudolph, sprach von einem "beeindruckenden, sichtbaren und zutiefst demokratischen Zeichen gegen Menschenfeindlichkeit und Spaltung". Der DGB hatte seine Kundgebung im mittelhessischen Gießen laut Polizei sogar mit rund 30.000 erwarteten Teilnehmern angemeldet. Die Polizei machte zunächst keine genauen Angaben zu den Teilnehmerzahlen der DGB-Demo. Insgesamt bewege sich die Zahl der Teilnehmer aller Proteste im "unteren fünfstelligen Bereich", sagte ein Polizeisprecher. DGB: AfD macht demokratische Werte verächtlich Rudolph ergänzte, mit einer demokratischen Wahl in ein Parlament werde die AfD nicht zu einer demokratischen Partei. Sie mache demokratische Werte und Institutionen verächtlich. Der DGB-Bezirksvorsitzende forderte den hessischen Innenminister Roman Poseck (CDU) auf, mit seinen Länderkollegen über den Bundesrat ein mögliches Verbotsverfahren gegen die AfD vorzubereiten und einzuleiten. Der Gründungskongress der neuen AfD-Jugendorganisation in Gießen begann mit mehr als zwei Stunden Verspätung. Wegen Straßenblockaden und Protesten waren viele der rund 1.000 geplanten Teilnehmer zunächst nicht zum Veranstaltungsort durchgekommen. © dpa-infocom, dpa:251129-930-357289/6