|
06.01.2026
21:37 Uhr
|
Sowohl linksextreme Straftaten als auch rechtsextreme Gewalttaten haben im 2025 zugenommen. Insgesamt wurden fast 3.450 Gewaltdelikte erfasst, ein Großteil von rechts.

Die Zahl politisch motivierter Gewalttaten ist in den ersten elf Monaten 2025 im Vergleich zum Vorjahr deutlich angestiegen . Insgesamt wurden 3.449 politisch motivierte Gewaltdelikte erfasst, im Jahr zuvor waren es 3.418. Aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums (BMI) auf eine Frage des AfD-Bundestagsabgeordneten Martin Hess geht hervor, dass die Zunahme bei links motivierten Straftaten nach vorläufigen Zahlen besonders groß ist – die Zahl rechtsextremer Gewalttaten bleibt aber weiterhin deutlich höher . Bis zum 30. November 2025 wurden demnach 931 Gewalttaten mit linkem Hintergrund registriert. Im Vorjahreszeitraum waren es 644 gewesen. Die Zahl der rechtsextrem motivierten Gewalttaten ist jedoch ebenfalls angestiegen. Während von Januar bis 30. November 2024 1.243 Taten erfasst wurden, stieg die Zahl im gleichen Zeitraum 2025 auf 1.302. Zu Gewalttaten zählen laut Bundesinnenministerium unter anderem Körperverletzungen, Brandstiftungen, Tötungsdelikte und versuchte Tötungsdelikte, Landfriedensbruch, Sprengstoffdelikte, Raub, Erpressung und Sexualdelikte. Mehrheit der Körperverletzungen ist rechtsextrem motiviert Aus den Daten geht hervor, dass vor allem die Zahl der Körperverletzungen gestiegen ist. Während im Elfmonatszeitraum 2024 insgesamt 2.189 Körperverletzungen registriert wurden, lag die Zahl im gleichen Zeitraum 2025 bei 2.254. Die Zahl der links motivierten Körperverletzungen ist dabei um fast 47 Prozent gestiegen: 2024 wurden 280 Fälle erfasst, 2025 stieg die Zahl auf 411. Ein Großteil der Taten fällt jedoch in die Kategorie rechtsextremer Taten. Hier wurden im Zeitraum 2024 1.083 Fälle gezählt und im vergangenen Jahr 1.165. Das war ein Zuwachs von rund 8 Prozent. Das Ministerium weist in seiner Antwort auf den vorläufigen Charakter der Zahlen hin. Es sind also noch Nachmeldungen und Änderungen möglich. Die Daten stammen vom Kriminalpolizeilichen Meldedienst.