Zeit 27.01.2026
12:07 Uhr

Gewalt im Fußball: Polizei ermittelt nach Magdeburger Spiel wegen versuchten Mordes


Nach den Gewaltausbrüchen beim Spiel zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden prüft die Polizei Fälle von versuchtem Mord. Gewalt sei gezielt provoziert worden.

Gewalt im Fußball: Polizei ermittelt nach Magdeburger Spiel wegen versuchten Mordes
Nach dem Gewaltausbruch am Rande des Zweitligaspiels zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden am Wochenende ermittelt die Polizei in drei Fällen wegen des Verdachts auf versuchten Mord. Angaben eines Polizeisprechers zufolge wurden Einsatzkräfte unter anderem mit Steinen, Absperrgittern, Mülltonnen, Stühlen, Toiletten, Gehwegplatten und einem Gullydeckel beworfen. Die Polizeiinspektion Magdeburg erhöhte die Zahl der verletzten Beamten von zunächst 64 auf insgesamt 70. Demnach mussten 17 Polizisten im Krankenhaus ambulant behandelt werden. Die Polizei geht inzwischen davon aus, dass die Gewalt gezielt herbeigeführt werden sollte. Am Vorabend des Spiels hatten sich nach Angaben der Polizei rund 90 Dynamo‑Anhänger mit etwa 50 Fans aus Magdeburg im benachbarten Schönebeck zu einer Auseinandersetzung verabredet, die von der Polizei verhindert worden sei. Am Spieltag war im Heimbereich zudem eine abgeklemmte Sicherheitskamera festgestellt worden, was die Behörden als Hinweis darauf werten, dass eine Konfrontation zwischen den Fanlagern während oder nach dem Spiel geplant gewesen sein könnte. Insgesamt waren am Spieltag rund 600 Polizisten im Einsatz gewesen. Die meisten kamen aus Sachsen‑Anhalt, zudem unterstützten Kräfte aus Brandenburg und Sachsen. Dynamo Dresden gewann das Ostderby mit 2:1.