Zeit 25.01.2026
14:53 Uhr

Gewalt gegen Polizei: 64 Polizisten bei Zweitligaspiel in Magdeburg verletzt


Bei einem Spiel der zweiten Fußballbundesliga zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden ist es zu Ausschreitungen gekommen. Dabei wurden 64 Polizistinnen verletzt.

Gewalt gegen Polizei: 64 Polizisten bei Zweitligaspiel in Magdeburg verletzt
Im Umfeld des Zweitligaspiels zwischen dem 1. FC Magdeburg und Dynamo Dresden sind bei Ausschreitungen mindestens 64 Polizistinnen und Polizisten verletzt worden. Die Polizisten seien mit Pyrotechnik beschossen, mit Absperrgittern und Steinen beworfen sowie mit einem Gullydeckel und Gehwegplatten angegriffen worden , teilte das Innenministerium in Magdeburg mit. Sachsen-Anhalts Innenministerin Tamara Zieschang (CDU) verurteile die Ausschreitungen. "Mit einem Gullydeckel und Gehwegplatten auf Polizisten einzuschlagen, ist nichts anderes als brutale Gewalt ", sagte sie. Sie wünsche den verletzten Kolleginnen und Kollegen baldige Genesung. Eine Sprecherin der Polizei hatte zuvor auf Anfrage bestätigt, dass Magdeburg-Fans versucht hätten, in Richtung des Gästeblocks vorzudringen. Am Samstag waren mehrere hundert Beamtinnen und Beamte aus verschiedenen Bundesländern sowie Kräfte der Bundespolizei in Magdeburg im Einsatz gewesen. Dresden hatte das Ost-Duell der 2. Fußball-Bundesliga mit 2:1 gewonnen. Pyrotechnik von beiden Fanlagern abgebrannt Das Innenministerium in Magdeburg teilte mit, von den mindestens 64 leicht bis schwer verletzten Beamten der Landespolizei seien einige ambulant in Krankenhäusern behandelt worden. Kräfte anderer Länderpolizeien oder der Bundespolizei seien nach derzeitigem Stand nicht verletzt worden, hieß es weiter. Während des Spiels war zudem mehrfach Pyrotechnik durch beide Fanlager abgebrannt worden. Weiterhin kam es laut der Polizei im Magdeburger Stadtgebiet zu weiteren Straftaten wie zu einer räuberischen Erpressung und Sachbeschädigungen. Die Ermittlungen zu allen Sachverhalten dauern an. Die Gewerkschaft der Polizei in Sachsen-Anhalt verurteilte die Ausschreitungen. "Fußball soll Menschen zusammenbringen – nicht Einsatzkräfte, Fans oder Unbeteiligte in Gefahr bringen", hieß es in einer Erklärung. "Wer Pyrotechnik in dicht gefüllten Blöcken zündet, Raketen und Böller in Menschenmengen wirft oder Polizeikräfte angreift, hat jedes Recht verwirkt, sich Fan zu nennen. Hier reden wir über Straftäter", teilte die Polizeigewerkschaft mit.