Zeit 17.02.2026
03:56 Uhr

Gesellschaftsdienste: Prien will Freiwilligendienste mit neuem Gesetz stärken


Bundesbildungsministerin Karin Prien will Bereitschaft in der Bevölkerung wecken, sich für das Land zu engagieren. Auch ein möglicher Zivildienst soll vorbereitet werden.

Gesellschaftsdienste: Prien will Freiwilligendienste mit neuem Gesetz stärken
Bundesbildungs- und Familienministerin Karin Prien (CDU) hat einen Gesetzentwurf zur Stärkung der Freiwilligendienste noch für dieses Jahr angekündigt. "Wir müssen uns Gedanken machen über die Resilienz unserer Gesellschaft. Die Frage, was kann ich für mein Land tun, ist dabei zentral", sagte Prien der Rheinischen Post . Ziel sei es, neben der Bundeswehr auch den Bundesfreiwilligendienst, die Jugendfreiwilligendienste sowie den Zivil- und Katastrophenschutz zu stärken. Prien sagte, es gehe darum, die Bereitschaft der Menschen in Deutschland zu wecken, sich für das Land und seine Sicherheit zu engagieren . "Deshalb werde ich im Rahmen meiner Zuständigkeit in diesem Jahr einen Gesetzentwurf auf den Weg bringen, der die Gesellschaftsdienste weitestgehend gemeinsam regelt." Dazu werde sie auch einen intensiven Dialog mit den Ländern führen. Vorbereitung auf möglichen Zivildienst Mit Blick auf die ausgesetzte Wehrpflicht sagte Prien, es gebe zwar keinen Zivildienst , solange keine Wehrpflicht bestehe. Gleichwohl könne man sich darauf vorbereiten. "Falls die Wehrpflicht doch noch kommen sollte, wollen wir die Basis für einen modernen Zivildienst schon geschaffen haben." Weil Zivildienst und Freiwilligendienste eng miteinander verbunden seien, müsse auch über eine künftige Organisation der Freiwilligendienste nachgedacht werden. Zugleich sprach sich die Ministerin dafür aus, dass Jugendoffiziere der Bundeswehr an Schulen informieren. Die Bundeswehr sei als Parlamentsarmee fest im Grundgesetz verankert, ihr Kernauftrag sei die Verteidigung des Landes. "Deshalb ist es richtig und wichtig, dass Jugendoffiziere der Bundeswehr auch in die Schulen gehen, um mit ihrer Expertise über die geopolitische und sicherheitspolitische Lage zu informieren." Nach der Aussetzung der Wehrpflicht fehle vielen jungen Menschen der Impuls, sich mit der Frage zu beschäftigen, welchen Beitrag sie für ihr Land leisten könnten, sagte Prien. Diese Debatte müsse als gesamtgesellschaftliche Aufgabe geführt werden.