Zeit 26.02.2026
14:31 Uhr

Genf: USA und Iran unterbrechen Atomverhandlungen für eigene Beratungen


Noch im Laufe des Tages wollen Vertreter der USA und des Iran weiter über ein neues Atomabkommen verhandeln. Der größte US-Flugzeugträger läuft derweil aus Kreta aus.

Genf: USA und Iran unterbrechen Atomverhandlungen für eigene Beratungen
Die USA und der Iran haben ihre womöglich entscheidenden Atomverhandlungen nach rund drei Stunden vorerst unterbrochen. Die Delegationen beider Staaten kämen in Genf nun jeweils zu eigenen Beratungen zusammen, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Tasnim. Am Abend sollen die Verhandlungen demnach fortgesetzt werden. Der Oman, der bei den Gesprächen als Vermittler auftritt, bestätigte die Verhandlungspause. Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das umstrittene iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass das iranische Regime Atomwaffen entwickelt. Dieses bestreitet derlei Absichten und zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen. Im Gegenzug fordert es die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Am Mittwoch hatte der Iran einen ersten Entwurf für ein neues Abkommen übermittelt. Iranischer Vertreter besteht auf Fokus auf Atomprogramm Die Nachrichtenagentur Reuters zitierte einen ranghohen iranischen Vertreter, das zu den jüngsten Gesprächen in Genf sagte, es seien neue Ideen aufgekommen, die eine Rücksprache mit ⁠der Führung in Teheran erforderten. Auch gebe es noch einige Lücken. ​Es sei möglich, ein Rahmenabkommen zu erzielen, wenn die USA Atomthemen von nicht-nuklearen Themen ernsthaft ‌trennten. Den USA geht es bei den Verhandlungen neben dem ​Atom- auch um das Raketenprogramm des Iran, das sie als Bedrohung für die USA und die Nahost-Region sehen. Der Iran besteht darauf, sich ​in den Genfer Gesprächen auf das Atomprogramm konzentrieren. In dem Konflikt hatte die US-Regierung den Druck auf den Iran zuletzt deutlich verschärft und schweres Kriegsgerät in die Region verlegt. Auch der größte Flugzeugträger der US-Marine, die USS Gerald R. Ford , ist weiterhin auf Kurs in Richtung Nahost. Er lief aus der Souda-Bucht auf Kreta aus , wo nach Angaben aus Militärkreisen der Aufenthalt auf dem dortigen Marine- und Luftwaffenstützpunkt der Versorgung und logistischen Unterstützung des Schiffs diente. Nach bisherigen Informationen griechischer Medien könnten der Flugzeugträger und seine Begleitschiffe ihr mögliches Einsatzgebiet im Nahen Osten innerhalb von 24 Stunden erreichen. Noch ist unklar, ob der Verband im östlichen Mittelmeer verbleibt oder den Sueskanal passiert, um über das Rote Meer weiter in Richtung Golfregion zu fahren. USA verlegten zuletzt mehrere Kriegsschiffe in Nahen Osten Die Stationierung hatte angesichts wachsender Spannungen im Streit zwischen den USA und dem Iran über dessen Atom- und Raketenprogramm internationale Aufmerksamkeit erregt. Die US-Regierung hatte seine militärische Präsenz in der Region zuletzt deutlich verstärkt, unter anderem mit dem Flugzeugträger USS Abraham Lincoln. Zudem befinden sich weitere Kriegsschiffe, Luftabwehrsysteme und Kampfflugzeuge im erweiterten Einsatzgebiet. US-Präsident Donald Trump drohte dem Regime in Teheran zuletzt erneut mit einem militärischen Angriff, sollten Verhandlungen über das iranische Atomprogramm scheitern. Zugleich sagte er jedoch, dass er eine diplomatische Lösung bevorzuge.