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02.02.2026
20:15 Uhr
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Nach Einschätzung des Innenministeriums gibt es bei der neuen AfD-Jugend eine große personelle und inhaltliche Kontinuität. Diese richte sich wohl gegen die Grundordnung.

Die neue Jugendorganisation der AfD mit dem Namen Generation Deutschland ist einem Medienbericht zufolge in den Augen der Bundesregierung nicht gemäßigter als ihre Vorgängerorganisation Junge Alternative. Das geht aus einer Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Kleine Anfrage der Grünenabgeordneten Marlene Schönberger hervor. Wie der Spiegel berichtet, heißt es in der Stellungnahme, dass es eine "hohe personelle Kontinuität" besonders bei den Funktionären des Bundesvorstands gebe. Auch gebe es demnach eine "inhaltlich-ideologische Kontinuität". Dies hätten Reden auf der Gründungsversammlung der Generation Deutschland gezeigt. Wie der Spiegel weiter berichtet, sind dem Ministerium der Antwort zufolge Verbindungen von Mitgliedern der Generation Deutschland mit extremistischen Organisationen und zu "verfassungsschutzrechtlich relevanten Online-Aktivisten" bekannt. Mitglieder aus dem neuen Vorstand seien und waren zudem demnach bei AfD-Abgeordneten beschäftigt. Zudem schreibt das Ministerium laut dem Spiegel davon, dass die Reden dort Inhalte gehabt hätten, welche "als tatsächliche Anhaltspunkte für Bestrebungen gegen die freiheitliche demokratische Grundordnung zu werten" seien. Das bedeutet, dass sie gegen das Grundgesetz verstoßen würden. Das leitet das Ministerium demnach aus Aussagen ab, die "Ausdruck eines ethnisch-abstammungsmäßigen Staatsvolksverständnisses" gewesen seien und aus welchen sich "Anhaltspunkte für Forderungen nach einer rechtlichen Diskriminierung deutscher Staatsangehöriger mit Migrationshintergrund" ergäben. Sorge vor Rechtsextremismus Das Magazin zitiert Schönberger mit den Worten, die Neugründung der AfD-Jugendorganisation sei ein "rechtsextremer Etikettenschwindel". Die Bundesregierung müsse nun handeln. In Gießen hatte sich im November die Generation Deutschland als neue Jugendorganisation der AfD gegründet. Die Gründungsversammlung war damals von Protesten begleitet . Schon kurz nach der Gründung hatte der Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz (BfV), Sinan Selen, in Bezug auf die AfD-Jugend gesagt : "Was wir sehen, ist schon eine personelle und inhaltliche Kontinuität." Neu sei lediglich die Integration der neuen AfD-Jugend in die Strukturen der AfD, welche sich künftig auch für ihre Jugendorganisation verantworten muss. Auch der Präsident des thüringischen Landesamtes für Verfassungsschutz, Stephan Kramer, hatte gesagt, dass er "weder eine Mäßigung noch eine Distanzierung oder gar Wandlung der neuen AfD-Jugendorganisation von der durch den Verfassungsschutz bereits als rechtsextremistische Bestrebung eingestuften Jungen Alternative" sehe.