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24.02.2026
15:43 Uhr
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Die Spitze der AfD soll den Politiker Kevin Dorow ausschließen wollen. Er machte sich bei der Gründung der AfD-Jugendorganisation mit seiner Rede eventuell strafbar.

Der Bundesvorstand der AfD will den schleswig-holsteinischen Politiker Kevin Dorow offenbar aus der Partei ausschließen. Aus Kreisen des AfD-Bundesvorstands wurden Berichte von RTL/ntv und Politico bestätigt, wonach der Vorstand in Berlin ein Parteiausschlussverfahren gegen Dorow auf den Weg gebracht habe. Dorow ist Mitglied im Führungsteam der neu gegründeten AfD-Jugendorganisation Generation Deutschland (GD). Dorow sagte der ZEIT, er sei vor wenigen Wochen vom Bundesvorstand aufgefordert worden, Stellung zu beziehen zu Vorwürfen, die mit seiner Rede auf dem Gründungskongress der GD zu tun haben. Vom Beschluss eines Parteiausschlussverfahrens gegen ihn habe er aus der Presse erfahren. Zuständig für das Parteiausschlussverfahren ist das Landesschiedsgericht der AfD in Schleswig-Holstein. Die GD kritisierte den Bericht. Ihr Chef, Jean-Pascal Hohm , sagte zu RTL/ntv: "Ich halte die Entscheidung in der Sache für falsch." Dorow war im November in den Vorstand der neu gegründeten AfD-Parteijugend gewählt worden. Seine Rede bei der Gründungsveranstaltung in Gießen hatte damals die Staatsanwaltschaft auf den Plan gerufen, die die Prüfung einer möglichen Strafbarkeit gemäß Paragraf 86a Strafgesetzbuch einleitete . In dem Paragrafen geht es um das "Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger und terroristischer Organisationen". Rede wird untersucht Dorow hatte sich in der Rede auf den Thüringer AfD-Landeschef Höcke bezogen und gesagt: "Wie es Björn Höcke vor wenigen Monaten rezitiert hat, Jugend muss durch Jugend geführt werden, und dieses Prinzip muss unser Leitstern sein." Die neue Jugendorganisation werde "die Speerspitze der jungen Rechten in Deutschland sein", sagte er. "Jugend wird durch Jugend geführt" galt als Prinzip der sogenannten Bündischen Jugend in der Weimarer Zeit und später auch der Hitlerjugend. Dorow sagte später dazu, der Ausspruch "Jugend muss durch Jugend geführt werden", stamme aus der Wandervogelbewegung, also aus einer Zeit vor dem Nationalsozialismus und damit lange bevor die Hitlerjugend überhaupt existierte. Diese frühmoderne Jugendbewegung habe sich als eigenständige, selbstverwaltete Jugendkultur verstanden. "Wer diesen Kontext ignoriert und stattdessen vorschnell NS-Bezüge konstruiert, verfälscht Geschichte. Ich sehe keinerlei Anlass, mich von dieser inhaltlich in keiner Weise verwerflichen Aussage zu distanzieren."