Zeit 02.01.2026
15:54 Uhr

Gelsenkirchen: Zahlreiche Hinweise nach Bankeinbruch in Gelsenkirchen eingegangen


Die Polizei berichtet nach dem Einbruch in eine Sparkasse in Gelsenkirchen von einer "Flut" von Hinweisen. Eine heiße Spur zu möglichen Verdächtigen habe man aber nicht.

Gelsenkirchen: Zahlreiche Hinweise nach Bankeinbruch in Gelsenkirchen eingegangen
Bei der Polizei ist nach dem Einbruch in eine Sparkassenfiliale in Gelsenkirchen eine "Flut" von Hinweisen eingegangen. "Das reißt gar nicht mehr ab", sagte ein Polizeisprecher. Eine heiße Spur gebe es bisher allerdings nicht. Der Einbruch passierte über die Weihnachtsfeiertage und wurde am Morgen des 29. Dezember entdeckt. Unbekannte Täter sind mit einem Spezialbohrer in den Tresorraum der Bank eingedrungen und haben mehr als 3.000 Kundenschließfächer aufgebrochen , in denen Geld, Schmuck und Gold gelagert waren. Die Beutetour zog sich möglicherweise über Tage hin: Zeugen beobachteten in der Nacht von Samstag auf Sonntag mehrere Männer mit großen Taschen im Treppenhaus des Parkhauses. Die Beute wurde zunächst grob mit der Versicherungssumme in Höhe von rund 30 Millionen Euro angegeben, könnte aber auch deutlich darüber liegen. Damit könnte es sich in dem Fall um einen der größten Coups in der bundesdeutschen Kriminalgeschichte handeln. Weitere aufgebrochene Schließfächer in NRW In Halle (Westfalen), das wie Gelsenkirchen in Nordrhein-Westfalen liegt, hat es unterdessen einen weiteren Zwischenfall mit aufgebrochenen Bankschließfächern gegeben. Wie die Polizei mitteilte, sollen dort am Dienstag während der Geschäftszeit der Bank vier Schließfächer aufgebrochen worden sein. Die Höhe des Schadens könne noch nicht beziffert werden. Die betroffenen Kunden seien kontaktiert worden. Bereits am 17. Dezember war die Polizei in Bonn über zwei aufgebrochene Schließfächer informiert worden. Dort wird ein ehemaliger Mitarbeiter der betroffenen Sparkassenfiliale verdächtigt, Gold aus den Schließfächern gestohlen zu haben. Täter nahmen Bohrer wieder mit Zu dem Fall in Gelsenkirchen melden sich nach Polizeiangaben auch Sachverständige und Ermittler aus anderen Bundesländern, um Hinweise zu geben. Sie beziehen sich zum Beispiel auf kursierende Aufnahmen aus einem an die Bank grenzenden Parkhaus, über das die Täter in die Bank eingedrungen sind. Darauf zu sehen sind maskierte Männer, die mit einem schwarzen Fahrzeug das Parkhaus verlassen. Ob ein weißer Transporter, der ebenfalls in dem Parkhaus gefilmt wurde, auch von den Tätern benutzt wurde, wird nach Angaben des Polizeisprechers noch geprüft. Der eingesetzte Spezialbohrer, ein sogenannter Kernbohrer, ist nicht am Tatort zurückgeblieben. Man gehe davon aus, dass das Gerät von den Tätern wieder mitgenommen wurde, sagte der Polizeisprecher.