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27.02.2026
08:39 Uhr
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In Teilen des neuen Heizungsgesetzes sieht die Wirtschaftsweise Monika Schnitzer eine Kostenfalle. Der Umstieg auf klimafreundliche Technologien solle erleichtert werden.

Die Chefin der Wirtschaftsweisen, Monika Schnitzer, hat Bedenken gegen die von der Bundesregierung vorgelegten Eckpunkte für das neue Gebäudeenergiegesetz angemeldet. Die Öffnung für Gas- und Ölheizungen bringe "neue Unsicherheiten", sagte die Ökonomin den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Es sei nicht absehbar, ob klimafreundliche Brennstoffe künftig zu wettbewerbsfähigen Preisen verfügbar seien, sagte Schnitzer. Außerdem werde der europäische Emissionshandel fossiles Heizen deutlich verteuern. Gas- und Ölheizungen könnten sich deshalb "in der längeren Frist als Kostenfalle erweisen". Schnitzer fordert Abbau bürokratischer Hürden Die Unsicherheit könne man abbauen, "indem man den Umstieg auf die klimafreundlichen Technologien verlässlich günstiger macht, durch Abbau bürokratischer Hürden, auch bei der Förderung", sagte Schnitzer. "Dies würde es den Heizungsbauern und der Heizungsindustrie erleichtern, ihre Stückzahlen hochzufahren und dadurch die Preise endlich senken zu können." Die Fraktionen von Union und SPD hatten sich am Dienstag auf eine Lockerung der Vorgaben für Hausbesitzer beim Heizungstausch geeinigt. Die bisherige Vorgabe eines Anteils von mindestens 65 Prozent erneuerbarer Energien bei der Wärmeversorgung soll demnach entfallen. Stattdessen ist eine sogenannte Grüngasquote vorgesehen. Öl- und Gasheizungen müssen zu steigenden Anteilen mit Brennstoffen wie Biomethan und synthetischem Treibstoff betrieben werden. An den geplanten Änderungen gibt es Kritik, etwa von den Grünen und vom Mieterbund , aber auch aus der SPD .