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15.01.2026
18:23 Uhr
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Die EU stimmt Eckpunkten der deutschen Kraftwerkstrategie zu. Das sei ein wichtiger Schritt zur Versorgungssicherheit in Deutschland, sagte Ministerin Reiche.

Bundesregierung und Europäische Kommission haben sich in Verhandlungen über den Bau von Gaskraftwerken zur Versorgungssicherheit in Deutschland grundsätzlich geeinigt. Das teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mit. Bundeswirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche (CDU) sagte, die Verständigung sei ein entscheidender Schritt, um die Energieversorgung in Deutschland zu sichern und die deutsche Industrie wettbewerbsfähig zu halten. Künftig sind der Bundesregierung im Rahmen ihrer Kraftwerksstrategie damit Ausschreibungen über zwölf Gigawatt zusätzlicher Leistung möglich. Das bedeutet den Bau moderner, effizienter Kraftwerke in Deutschland, vor allem von Gaskraftwerken. Spätestens 2031 sollen die in Betrieb gehen. Die übliche elektrische Leistung eines modernen Gaskraftwerks beträgt zwischen 500 und 800 Megawatt. Sämtliche Kraftwerke, die im Rahmen der Kraftwerksstrategie gebaut werden, sollen wasserstofffähig sein und bis spätestens 2045 vollständig dekarbonisiert werden. Noch ist die Kraftwerksstrategie nicht genehmigt Das EU-Beihilfeverfahren sei mit der Grundsatzeinigung noch nicht abgeschlossen, teilte das Ministerium mit. Die Kraftwerksstrategie müsse nach Vorlage des Gesetzentwurfs von der Europäischen Kommission beihilferechtlich genehmigt werden. Neue Gaskraftwerke sollen die Versorgungssicherheit in Deutschland sichern. Sie sollen das Land über sogenannte Dunkelflauten hinweghelfen – also Zeiten, in denen die Sonne nicht scheint und kein Wind weht. Im Koalitionsvertrag hatten CDU, CSU und SPD angekündigt, bis 2030 den Bau von bis zu 20 Gigawatt an Gaskraftwerksleistung bis 2030 anreizen zu wollen.