|
22.11.2025
12:35 Uhr
|
In Johannesburg treffen sich die 20 führenden Wirtschaftsnationen – nur die USA schicken keinen Vertreter. Es soll dort auch um den 28-Punkte-Plan für die Ukraine gehen.

Zum Auftakt des G20-Gipfels in Südafrika hat Präsident Cyril Ramaphosa für mehr Zusammenarbeit bei der Lösung globaler Probleme geworben. Dazu gehörten eskalierende geopolitische Spannungen, die globale Erderwärmung, Energiesicherheit und bewaffnete Konflikte, sagte Ramaphosa in seiner Eröffnungsrede für das zweitägige Treffen im südafrikanischen Johannesburg. "Multilateralismus kann und wird Ergebnisse liefern." Ramaphosa kritisierte zudem die Kluft zwischen reichen und armen Ländern als eines der größten Hindernisse für nachhaltiges Wachstum. Diese Ungleichheit sei "ungerecht und untragbar". Der Gruppe der G20 gehören 19 Staaten, die Europäische und die Afrikanische Union an. Das Treffen in Johannesburg ist der erste G20-Gipfel auf dem afrikanischen Kontinent. Als Gastgeber setzte Südafrika die Themenschwerpunkte "Solidarität, Gleichheit und Nachhaltigkeit". Am Rande des G20-Gipfels wollen die europäischen Staats- und Regierungschefs auch über den öffentlich gewordenen US-Plan für die Ukraine beraten. Bei den Gesprächen solle es darum gehen, Alternativen zu finden, berichtet die Nachrichtenagentur dpa und beruft sich dabei auf Teilnehmerkreise. Der Vorstoß der USA war ohne Beteiligung der ukrainischen Regierung und der europäischen Partner ausgehandelt worden und beinhaltet umfangreiche Zugeständnisse vonseiten der Ukraine. Mehrere Länder schicken nicht höchstrangige Vertreter zu Gipfel Überschattet wird der Gipfel allerdings von der Weigerung der USA, an dem Treffen teilzunehmen. US-Präsident Donald Trump hatte Südafrika vorgeworfen, Weiße zu diskriminieren, ohne Belege vorzulegen. In Südafrika galt bis in die 1990er Jahre eine diskriminierende Politik gegenüber der Schwarzen Mehrheitsbevölkerung, die sich bis heute zu schlechteren Lebensbedingungen für diese führt. Auch China, Mexiko, Saudi-Arabien und Argentinien sind nicht mit ihren höchsten Repräsentanten vertreten. Trotz des Boykotts der USA wurde nach Angaben eines Sprechers von Ramaphosa eine Gipfelerklärung verabschiedet. In dem Dokument wird demnach unter anderem festgehalten, dass die Stromerzeugungskapazität durch erneuerbare Energien verdreifacht werden soll.