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01.02.2026
11:22 Uhr
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Es war eine "schwere Entscheidung", sagt Werder-Geschäftsführer Fritz – doch am Ende fehlte die Überzeugung. Horst Steffen muss nach sieben Monaten als Cheftrainer gehen.

Der abstiegsbedrohte Bundesligist Werder Bremen hat Trainer Horst Steffen nach nur 215 Tagen im Amt entlassen. Die Hanseaten warten in der Liga nach dem 1:1 (0:0) gegen Borussia Mönchengladbach am Samstag seit mittlerweile zehn Spielen auf einen Sieg und haben als Tabellenfünfzehnter nur noch einen Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz. Für Steffen war Werder die erste Trainerstation in der Bundesliga. Er war erst im Sommer gegen eine Ablösesumme vom Zweitligisten Elversberg an die Weser gewechselt . Die Bremer verpflichteten ihn als Nachfolger des heutigen Leipzig-Trainers Ole Werner. Nach einem ordentlichen Saisonstart in der Liga und einem erfolgreichen Herbst rutschte Steffen mit Werder ab Ende November jedoch in die Krise. Co-Trainer übernehmen vorerst die Aufgaben "Es war eine schwere Entscheidung, aber wir haben nicht mehr die Überzeugung, dass Horst den Turnaround nach dieser langen Serie ohne Sieg gemeinsam mit der Mannschaft schaffen wird", sagte Werder-Geschäftsführer Clemens Fritz. Die Entscheidung falle gerade deshalb schwer, "weil wir Horst sehr schätzen". Sie sei das Ergebnis der Analyse der sportlichen Situation und der Gespräche, die zuletzt geführt worden seien. "Daher haben wir entschieden, Horst freizustellen", teilte der Werder-Geschäftsführer mit. Als Interimslösung werden vorerst Raphael Duarte und Christian Groß einspringen. Die beiden bisherigen Co-Trainer werden die Mannschaft auf das Spiel beim SC Freiburg am Samstag vorbereiten, während parallel nach einem Nachfolger für Steffen gesucht wird. "Wir sind intensiv auf der Suche nach einem neuen Cheftrainer und werden uns die nötige Zeit nehmen, um die für Werder beste Lösung zu finden", sagte Fritz. Mit der Entlassung von Steffen sind in der laufenden Spielzeit der Fußballbundesliga bereits sieben Trainer freigestellt worden. Zuvor hatten bereits Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach, der VfL Wolfsburg, der 1. FSV Mainz 05 , der FC Augsburg und Eintracht Frankfurt einen Wechsel auf der Trainerbank vollzogen.