|
12.01.2026
10:43 Uhr
|
Der Hamburger SV hat die Hintergründe zur Trennung von Sportvorstand Kuntz offengelegt und spricht von schwerwiegendem Fehlverhalten. Dieser weist die Vorwürfe zurück.

Der Aufsichtsrat der HSV Fußball Management AG hat sich in einer Stellungnahme zu den aktuellen Medienberichten rund um die Trennung von Vorstandsmitglied Stefan Kuntz geäußert. Wie das Kontrollgremium mitteilte, seien dem Aufsichtsrat im Dezember 2025 schwerwiegende Vorwürfe gegen Kuntz zugetragen worden. Daraufhin habe man umgehend externe Anwälte eingeschaltet und eine umfassende Aufklärung eingeleitet. Nach sorgfältiger Prüfung gelangte der Aufsichtsrat nach eigenen Angaben zu der Einschätzung, dass die Vorwürfe glaubhaft seien, und entschied sich für eine schnelle Trennung von Kuntz. Dabei habe der Schutz der betroffenen Personen oberste Priorität gehabt. Kuntz habe der Beendigung des Arbeitsverhältnisses zum 31. Dezember 2025 zugestimmt und sei anwaltlich vertreten gewesen, teilte das Gremium mit. Vorwürfe einer "Verleumdungskampagne" gegen Kuntz wies der HSV-Aufsichtsrat in seiner Stellungnahme zurück und bezeichnete diese als unzutreffend und irreführend. Der Verein betonte, kein Fehlverhalten zu dulden und sich klar zu den Werten Toleranz und Respekt zu bekennen. Der Schutz der Persönlichkeitsrechte der Betroffenen stehe weiterhin im Fokus. Kuntz weist Vorwürfe zurück Zuvor hatte die Bild von Anschuldigungen durch HSV-Mitarbeiterinnen gegen den 63-Jährigen berichtet. Dem Bericht nach sollen die Vorwürfe der sexuellen Belästigung der eigentliche Grund für die überraschende Auflösung seines Vertrages sein. Der frühere Nationalspieler widersprach den Vorwürfen im Kontext seines plötzlichen Abschieds als Sportvorstand des Hamburger SV. In einer Stellungnahme auf dem offiziellen Instagram-Profil des 63-Jährigen hieß es: "Erst einmal möchte ich sagen, dass mich die Vorwürfe hart treffen. Klar ist: Ich weise diese Vorwürfe entschieden zurück!" Weiter teilte Kuntz mit, er habe "im Sinne meiner Familie und aller mir nahestehenden Personen" seine Anwälte eingeschaltet. Diese sollten laut Kuntz "gegen diese falschen Vorwürfe und Vorverurteilungen" vorgehen.