Zeit 21.12.2025
12:22 Uhr

Führerscheinreform: Führerschein wird vorerst nicht günstiger


Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder empfiehlt, den Führerschein nicht aufzuschieben. Auch mit der geplanten Reform werden die Kosten vorerst nicht sinken.

Führerscheinreform: Führerschein wird vorerst nicht günstiger
Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) hat angehenden Fahrschülerinnen und Fahrschülern davon abgeraten, darauf zu warten, dass die Kosten für den Führerschein sinken. Er rechne damit, dass eine Reform der Fahrschulausbildung "Anfang 2027" in Kraft treten kann, sagte Schnieder den Zeitungen der Funke Mediengruppe. Dann werde der Erwerb des Führerscheins aber nicht unmittelbar günstiger. "Ein Abwarten lohnt sich nicht", sagte er weiter. "Wir geben den Fahrschulen Optionen und Freiheiten – wie sich das konkret auf die Preise auswirkt, wird der Markt regeln." Der Minister hatte Mitte Oktober Eckpunkte für eine Reform der Fahrschulausbildung vorgelegt. Ziel ist es, die Kosten für den Führerschein zu senken, die zuvor stark gestiegen waren . Schnieder hält Führerscheinkosten von rund 3.500 Euro, "wie wir sie derzeit haben", für zu hoch. Die geplante Reform sieht unter anderem eine Reduzierung der Fragen bei der Theorieprüfung sowie der verpflichtenden Sonderfahrten, wie Nacht- und Autobahnfahrten, vor. Darüber hinaus soll es möglich werden, den theoretischen Unterricht komplett online anzubieten. Ein weiterer Vorschlag sind Probefahrten von Fahrschülern mit Familienangehörigen. "In Österreich funktioniert es", sagte Schnieder den Funke-Zeitungen. "Aber wir packen es bewusst mit spitzen Fingern an. Das Fahren mit Familienangehörigen soll noch keine Regel werden, sondern zunächst experimentell im Rahmen einer Experimentierklausel angewandt werden."