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06.03.2026
15:32 Uhr
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"Wir prüfen die Entwicklung auf den Märkten", sagt Kanzler Merz über die Möglichkeit verbilligten Tankens. Am besten wäre es, wenn der Irankrieg schnellstmöglich ende.

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) will vor einer Entscheidung über einen möglichen Spritrabatt noch abwarten. " Wir prüfen die Entwicklung auf den Märkten ", sagte er nach dem Spitzengespräch mit Vertretern der Wirtschaftsverbände auf eine entsprechende Frage. Bevor diese Prüfung nicht abgeschlossen sei, "können wir dazu keine abschließende Stellungnahme abgeben". Am besten wäre es, "wenn dieser Krieg so schnell wie möglich beendet wird" und die Energiepreise in Europa wieder auf ihr altes Niveau zurückkehren würden, sagte Merz. Vor dem Krieg seien die Preise an den Tankstellen im Großen und Ganzen akzeptabel gewesen. "Da wollen wir so schnell wie möglich auch wieder hin." Deutschland wirkt auf Kriegsende hin Nach einem Gespräch mit Wirtschaftsverbänden sagte Merz außerdem, der Irankrieg sei eine weitere Herausforderung für die deutsche Wirtschaft. Er warnte vor unkontrollierbaren Folgen durch eine lange Kriegsdauer. Ein Zusammenbruch des Staates Iran oder weitere Kriege könnten weitreichende Folgen für Europa haben, unter anderem für die Sicherheit, für die Energieversorgung und für die Migration. Deutschland wirke daher in Abstimmung mit Partnern in Europa und im Nahen Osten auf ein rasches Kriegsende hin. "Wir möchten hier kein syrisches Szenario erleben", sagte Merz mit Blick auf den jahrelangen Bürgerkrieg in dem Land. Die territoriale Integrität des Iran müsse gewahrt bleiben, das Ziel sei eine Friedensordnung, die die Sicherheit und Existenz aller Staaten, einschließlich Israel, gewährleistet, sagte Merz. "Preistreiberei an den Tankstellen ist reine Abzocke" Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) dringt unterdessen auf ein schnelles Eingreifen der Bundesregierung. "Die Preistreiberei an den Tankstellen ist reine Abzocke", sagte er der Nachrichtenagentur dpa. Niemand verstehe, warum die Preise in Deutschland für den gleichen Sprit um 60 Cent höher seien als in Polen. Die Bundesregierung müsse endlich tätig werden und diesen "unhaltbaren Missstand" beheben. Auch Vertreter von Unternehmen in Deutschland fordern die Bundesregierung zum Handeln auf. "Die aktuell hohen Dieselpreise in Deutschland setzen Unternehmen entlang der gesamten Logistikkette massiv unter Druck", erklärte ein Verbändebündnis aus dem Logistikbereich. Der Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie (BDI), Peter Leibinger, forderte bei den Energiepreisen Planungssicherheit. Die Logistikverbände forderten, dass der Staat zeitweise auf einen Teil seiner Einnahmen durch die Mineralölsteuer und die CO₂-Bepreisung verzichten sollte. Ölpreise auf Zweijahreshoch gestiegen Unterdessen sind die Ölpreise auf den höchsten Stand seit zwei Jahren gestiegen . Das US-Öl WTI ist um bis zu 4,8 Prozent auf 84,90 Dollar je Fass gestiegen – der höchste Stand seit April 2024. Das Nordseeöl Brent markiert mit einem Plus von 2,6 Prozent auf 87,66 Dollar je Fass ebenfalls ein 23-Monats-Hoch. Katar rechnet damit, dass alle Energieerzeuger am Golf ihre Exporte innerhalb weniger Wochen einstellen und den Ölpreis auf 150 Dollar pro Barrel treiben werden, sagte der Energieminister des Landes, Saad al-Kaabi, in einem am Freitag veröffentlichten Interview mit der Financial Times . Selbst wenn der Krieg sofort beendet würde, würde Katar "Wochen bis Monate" brauchen, um zu einem normalen Lieferzyklus zurückzukehren, erklärt Al-Kaabi.