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26.02.2026
19:48 Uhr
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600 Passagiere mussten in München über Nacht in Flugzeugen ausharren. Nun wird bekannt: Die Flughafenfeuerwehr wurde nicht alarmiert, hätte aber wohl helfen können.

Nach der unfreiwilligen Übernachtung Hunderter Passagiere in Flugzeugen am Münchner Flughafen gibt es nun auch Kritik von der Feuerwehr. Der Bundesvorsitzende der Deutschen Feuerwehr-Gewerkschaft, Siegfried Maier, sagte, "dass es nicht zu einer Alarmierung der Flughafenfeuerwehr gekommen ist", wie er der Nachrichtenagentur dpa bestätigte. Zuvor hatte die Bild -Zeitung berichtet. "Flughafenfeuerwehren halten spezielle Treppen vor, um Menschen in besonderen Situationen das Aussteigen aus einem Flugzeug zu ermöglichen. Auch am Flughafen München werden solche Treppen, bei der Flughafenfeuerwehr, vorgehalten", sagte Maier. Es fehlten Informationen, weshalb die Flughafenfeuerwehr nicht zum Einsatz gekommen sei, sagte er. Denn wäre sie zum Einsatz gekommen, hätten die Einsatzkräfte laut Maier dafür gesorgt, dass die Passagiere aussteigen können. "Ein eventueller Transport in ein Flughafengebäude wäre ebenfalls zu organisieren möglich gewesen", sagte Maier. Dazu hätten beispielsweise auch Fahrzeuge von Feuerwehr und Bundespolizei genutzt werden können. "Ein Notausstieg und Transport in ein Gebäude wäre vielleicht nicht für alle Betroffenen zeitgleich zu realisieren, aber möglich gewesen", sagte er. Feuerwehr-Gewerkschaft fordert "Schlüsse für die Zukunft" Vielleicht gebe es bislang unveröffentlichte Gründe dafür, dass die Feuerwehr nicht alarmiert wurde. Sollte das aber gar nicht erwogen worden sein, obwohl die Feuerwehr doch extra für besondere Situationen da sei, "dann muss ein kritisches Hinterfragen nicht nur erlaubt sein, sondern es müssen Schlüsse für die Zukunft gezogen werden", sagte der Feuerwehrgewerkschafter. Insgesamt waren laut Flughafen in der Nacht zum Freitag vergangener Woche sechs Flüge mit rund 600 Passagieren betroffen, die bereits an Bord waren und eigentlich starten sollten. Als die Flugzeuge dann aber wegen des starken Schneefalls wider Erwarten doch nicht abheben durften, fehlten Busse, um die Fluggäste ins Flughafengebäude zurückzubringen. Der Flughafen und die Lufthansa haben für diesen Freitag eine Pressekonferenz zu dem Vorfall angekündigt. In der Einladung dazu heißt es: "Die Flughafen München GmbH und Lufthansa arbeiten intensiv an der Aufklärung der Abläufe."