Zeit 05.02.2026
13:38 Uhr

Flughafen Berlin: Starts am Berliner Flughafen vorübergehend gestoppt


Am Hauptstadtflughafen in Berlin war wegen des Winterwetters zeitweise kein Flugverkehr möglich. Seit dem späten Vormittag können wieder erste Flugzeuge abheben.

Flughafen Berlin: Starts am Berliner Flughafen vorübergehend gestoppt
Am Berliner Flughafen sind die Starts wegen Eises vorübergehend eingestellt worden. "Es geht langsam, langsam wieder los", sagte eine Sprecherin. Die erste Maschine startete demnach am späten Vormittag mit großer Verspätung. Aufgrund schnell gefrierenden Regens war zunächst eine Enteisung der Flugzeuge nicht möglich, weswegen keine Maschinen vom Hauptstadtflughafen abheben konnten. "Fluggäste brauchen weiterhin Geduld", teilte die Sprecherin mit. Der Flughafen sei noch nicht wieder im Normalbetrieb. Es werde noch den ganzen Tag zu Verspätungen oder Streichungen kommen, da wegen der dicken Eisschicht auf den Flugzeugen die Enteisungen doppelt so lange wie üblich bräuchten, sagte sie. Das könne pro Flugzeug bis zu 60 Minuten dauern. Es werde in zwei Schichten enteist. Zuerst muss demnach eine Enteisungsflüssigkeit auf das Flugzeug. Danach müsse die Maschine versiegelt werden. Bis in den Vormittag hinein galt eine Warnung vom Deutschen Wetterdienst (DWD) vor hoher Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eis . ÖPNV und Autoverkehr ebenfalls beeinträchtigt Auch im Berliner U-Bahnnetz sorgte das Winterwetter für Probleme. Zwei Linien in der Hauptstadt waren auf den oberirdischen Abschnitten unterbrochen, auf mehreren S-Bahnlinien gab es Störungen. Auf einigen Autobahnen innerhalb der Stadt und im näheren Umkreis kam es zu Unfällen. Die Deutsche Bahn meldete zudem Ausfälle und Verspätungen. Betroffen war vor allem die ICE-Strecke von Berlin nach Hannover. Während die Temperaturen im Norden und Osten Deutschlands bei maximal minus drei bis plus zwei Grad liegen, sind laut dem DWD im Südwesten und Westen sogar bis zu zehn Grad möglich. Bereits die vergangenen Tage war in Deutschland die Wetterlage zweigeteilt: Frost im Nordosten mit Minusgraden und teils zweistellige Höchstwerte im Westen, Südwesten und am Alpenrand. Klimawandel macht zweigeteilte Wetterlage häufiger Bekannt ist das Phänomen dieser Zweiteilung unter anderem von den sogenannten Omega-Lagen im Sommer. Diese lang anhaltenden Phasen sind von einem starken Hochdruckgebiet über Mitteleuropa geprägt, das von zwei Tiefdruckgebieten flankiert wird. Folge ist anhaltend sonniges, trockenes und warmes Wetter, oft verbunden mit Hitzewellen und Dürren. Aktuell sorgt Hochdruckgebiet Daniel für Dauerfrost im Nordosten , das Wetter im Südwesten ist von atlantischen Tiefdruckausläufern geprägt, die milde und feuchte Luft nach Deutschland treiben. Der starke Temperaturunterschied von fast 20 Grad ist laut dem DWD sehr ungewöhnlich. Auch die lange Dauer sei besonders. Im Zuge des Klimawandels werde es solche Dauerwetterlagen häufiger geben, sagte DWD-Meteorologe Andreas Walter.