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05.02.2026
10:09 Uhr
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Wegen Eis und Schnee können am Hauptstadtflughafen in Berlin zurzeit keine Flugzeuge starten. Viele Verbindungen wurden gestrichen.

Am Berliner Flughafen sind wegen Eises die Starts vorübergehend eingestellt worden. "Aktuell finden am Flughafen BER aufgrund der Witterungsverhältnisse keine Starts statt", sagte eine Sprecherin. Aufgrund schnell gefrierenden Regens sei eine Enteisung der Flugzeuge derzeit nicht möglich. Laut der Angaben des Flughafens sind auch einige Landungen gestrichen worden, viele Verbindungen fallen komplett aus oder sind stark verspätet. Wie lange keine Maschinen abheben können, ist der Sprecherin zufolge offen. Passagiere werden gebeten, bei den Airlines den Flugstatus zu prüfen. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt in Berlin vor hoher Glättegefahr durch gefrierenden Regen und Eis. ÖPNV und Autoverkehr ebenfalls beeinträchtigt Auch im Berliner U-Bahnnetz sorgte das Winterwetter für Probleme. Die Linien U2 und U3 waren auf den oberirdischen Abschnitten unterbrochen, auf mehreren S-Bahnlinien gibt es Störungen. Auf einigen Autobahnen innerhalb der Stadt und in Brandenburg gab es Unfälle. Auch die Deutsche Bahn meldete Ausfälle und Verspätungen. Betroffen war vor allem die ICE-Strecke von Berlin nach Hannover. Der DWD forderte dazu auf, äußerst vorsichtig zu sein und den Aufenthalt im Freien sowie Fahrten mit dem Auto zu vermeiden. Es bestehe Gefahr für Leib und Leben. Während die Temperaturen im Norden und Osten Deutschlands bei maximal minus drei bis plus zwei Grad liegen, sind im Südwesten und Westen sogar bis zu zehn Grad möglich. Bereits die vergangenen Tage war in Deutschland die Wetterlage zweigeteilt: Frost im Nordosten mit Minusgraden und teils zweistellige Höchstwerte im Westen, Südwesten und am Alpenrand. Klimawandel macht zweigeteilte Wetterlage häufiger Bekannt ist das Phänomen dieser Zweiteilung unter anderem von den sogenannten Omega-Lagen im Sommer. Diese lang anhaltenden Phasen sind von einem starken Hochdruckgebiet über Mitteleuropa geprägt, das von zwei Tiefdruckgebieten flankiert wird. Folge ist anhaltend sonniges, trockenes und warmes Wetter, oft verbunden mit Hitzewellen und Dürren. Aktuell sorgt Hochdruckgebiet Daniel für Dauerfrost im Nordosten, das Wetter im Südwesten ist von atlantischen Tiefdruck-Ausläufern geprägt, die milde und feuchte Luft nach Deutschland treiben. Der starke Temperaturunterschied von fast 20 Grad ist laut dem DWD sehr ungewöhnlich. Auch die lange Dauer sei besonders. Im Zuge des Klimawandels werde es solche Dauer-Wetterlagen häufiger geben, sagt DWD-Meteorologe Andreas Walter.