Zeit 14.02.2026
16:17 Uhr

Flashmob in vielen Städten: Tanzaktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen


Flashmob in vielen Städten: Tanzaktionen in Städten - Zeichen gegen Gewalt an Frauen
Zur weltweiten Tanzdemo "One Billion Rising" ("Eine Milliarde erhebt sich") sind vielerorts Menschen zusammengekommen, um gegen Gewalt an Frauen und Mädchen zu protestieren. In Nordrhein-Westfalen waren es laut einer Übersicht Aktionen in rund 30 Städten; bundesweit in rund 150 Orten. So gab es in der Innenstadt von Duisburg eine Tanzdemo als Symbol weltweiter Frauensolidarität, an der sich Vereine beteiligten. Einige Dutzend Menschen tanzten um ein Plakat herum, das auf dem Boden lag. Darauf stand: "Wir sagen Nein! zu Gewalt gegen Frauen". Auf dem Detmolder Marktplatz wurde ebenfalls getanzt, um ein Zeichen zu setzen. In Siegburg lautete das Motto "Nein heißt Nein! Auch im Karneval!", weil die weltweite Tanzdemo in diesem Jahr mit dem Karnevalssamstag zusammenfällt. Aktionen seit mehr als zehn Jahren Der globale Tanz-Aktionstag geht nach Angaben der Veranstalter auf eine Initiative der US-amerikanischen Künstlerin und Feministin Eve Ensler zurück. Die Flashmobs finden seit 2012 jedes Jahr am Valentinstag statt. Der Name "One Billion Rising" bezieht sich auf die Schätzung, dass weltweit etwa eine Milliarde Frauen und Mädchen im Laufe ihres Lebens Opfer von Gewalt werden. Die Aktion ruft auch dazu auf, eigene Tanzvideos zum diesjährigen Kampagnen-Song "Women on fire" einzusenden. Daraus soll am Ende eine Video-Collage mit Tänzen aus aller Welt entstehen. Vernetzung schafft neue Möglichkeiten Soziale Medien hätten eine große Bedeutung für Protestbewegungen, sagt die Medienwissenschaftlerin Astrid Deuber-Mankowsky von der Ruhr-Universität Bochum. "Die Online-Vernetzung hat natürlich ganz neue Möglichkeiten der Protestbewegungen hervorgebracht", erklärt sie. Sie ermögliche es, sich auf der ganzen Welt für ein gemeinsames politisches Anliegen starkzumachen. Dennoch sei auch die Erfahrung von Solidarität sowie eine Eroberung von öffentlichen Räumen wichtig. Dadurch entstehe ein Gemeinschaftsgefühl. "Proteste können gar nicht nur online stattfinden", sagt Deuber-Mankowsky. Auch die Tanzdemo "One Billion Rising" sei darauf ausgelegt, über die sozialen Netzwerke geteilt zu werden. Tanzen habe auch einen euphorisierenden Effekt. © dpa-infocom, dpa:260214-930-685600/2