Zeit 26.01.2026
18:53 Uhr

Finnland: Ostseestaaten schaffen maritimes Überwachungszentrum für Infrastruktur


Mehrere europäische Staaten wollen im Finnischen Meerbusen ein Zentrum zum Schutz kritischer Infrastruktur unter Wasser errichten. Auch Deutschland will sich beteiligen.

Finnland: Ostseestaaten schaffen maritimes Überwachungszentrum für Infrastruktur
Der finnische Grenzschutz richtet gemeinsam mit anderen Ostseeanrainerstaaten und der EU-Kommission ein maritimes Überwachungszentrum zum Schutz kritischer Unterwasserinfrastruktur ein. Die Behörde teilte mit, dass das Zentrum im Finnischen Meerbusen entstehen solle. Außenminister Johann Wadephul (CDU) sagte bei einem Besuch in Stockholm, dass auch Deutschland bereit sei, sich zu beteiligen. "Hier sind unsere Sicherheitsbehörden ⁠in einem engen Austausch miteinander", sagte Wadephul. Es sei klar, dass die Unterwasserinfrastruktur im Ostseeraum schon mehrfach angegriffen worden sei. "Wir müssen diesen Zustand der Wehrlosigkeit möglichst schnell überwinden", sagte Wadephul. "Deswegen werden wir ‍uns aktiv an allen Bemühungen beteiligen." Erhöhte Aufmerksamkeit auf Ostseegebiete Der finnische Grenzschutz teilte mit, dass die zuständigen Stellen in der Lage und befugt sein müssten, in den Hoheitsgewässern und der ausschließlichen Wirtschaftszone einzugreifen. Seit dem russischen Einmarsch in der Ukraine ist der Ostseeraum in erhöhter Alarmbereitschaft . Das liegt unter anderem an mehreren Vorfällen, bei denen Stromkabel, Telekommunikationsverbindungen und Gaspipelines beschädigt wurden. Mittlerweile hat die Nato ihre Präsenz in der Ostsee mit Fregatten, Flugzeugen und Drohnen verstärkt.