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25.11.2025
10:39 Uhr
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Die Einfuhr von Feuerwerk ist deutlich gestiegen und übertrifft auch klar das Niveau von vor der Coronapandemie. Das Statistische Bundesamt spricht von einer Rekordmenge.

Der Import von Feuerwerkskörpern nach Deutschland ist stark gestiegen. Bis zum September dieses Jahres wurden mehr als 42.400 Tonnen Feuerwerkskörper nach Deutschland importiert, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Das waren fast zwei Drittel (62,6 Prozent) mehr als im Vorjahreszeitraum. Das Bundesamt sprach von einer Rekordmenge seit 2001. Die Feuerwerksimporte haben demnach in den ersten drei Vierteljahren auch das Niveau des Vor-Corona-Jahres 2019 (29.800 Tonnen) um gut 42 Prozent übertroffen. "In den Jahren der Covid-19-Pandemie hatte es Verkaufsverbote für Feuerwerkskörper gegeben – die Importe waren entsprechend niedrig", teilte das Bundesamt mit. Fast alle der importierten Feuerwerkskörper kamen laut dem Bundesamt aus China . Die chinesischen Importe nach Deutschland machten schon in den vergangenen 20 Jahren durchgängig mehr als 90 Prozent der insgesamt eingeführten Menge an Feuerwerkskörpern aus. "Feuerwerkskörper werden in deutlich geringerem Umfang aus Deutschland exportiert als hierzulande eingeführt", teilte das Bundesamt mit. Aus Deutschland exportiert wurden lediglich 671 Tonnen Feuerwerkskörper, fast ein Drittel (28,7 Prozent) weniger als im Vorjahreszeitraum. Im Jahr 2024 hatten die Importe über die ersten neun Monate noch nicht wieder das Vor-Corona-Niveau erreicht. Im vierten Quartal nahmen sie jedoch noch einmal deutlich zu, sodass über das gesamte Jahr gesehen ein neuer Höchststand erreicht worden war. In diesem Jahr zeichnet sich dies nun erneut ab. Luftbelastung durch Feuerwerk Mit Verweis auf Sicherheitsrisiken und Umweltschäden wird immer wieder über Einschränkungen oder Verbote von privatem Feuerwerk debattiert . Dem Umweltbundesamt zufolge werden jährlich rund 2.050 Tonnen Feinstaub durch das Abbrennen von Feuerwerkskörpern freigesetzt, der größte Teil davon in der Silvesternacht. Diese Menge entspricht in etwa einem Prozent der gesamten freigesetzten Menge in Deutschland. Am ersten Tag des neuen Jahres sei die Luftbelastung mit gesundheitsgefährdendem Feinstaub vielerorts so hoch wie sonst im ganzen Jahr nicht.