Zeit 24.12.2025
09:17 Uhr

Feuerwehr: Feuerwehrverband sieht größere Einsatzbereitschaft durch Ukrainekrieg


Der Krieg in der Ukraine habe zu einem Umdenken beigetragen, berichtet der Detusche Feuerwehrverband. Trotzdem brauche es Maßnahmen, um das Ehrenamt weiter zu stärken.

Feuerwehr: Feuerwehrverband sieht größere Einsatzbereitschaft durch Ukrainekrieg
Der Deutsche Feuerwehrverband berichtet von einer gestiegenen Zahl an Menschen, die sich bei der Feuerwehr engagieren wollen. Laut Karl-Heinz Banse, dem Präsidenten des Feuerwehrverbandes, hängt das auch mit dem Krieg in der Ukraine zusammen. "Das hat den einen oder anderen wachgerüttelt", sagte Banse der Nachrichtenagentur dpa. Viele Menschen hätten realisiert, dass sie nicht mehr in einer "Komfortgesellschaft" leben und Zusammenhalt sowie gegenseitige Hilfe gebraucht würden. "Wir spüren plötzlich, dass viele Jugendliche und Erwachsene bei der Feuerwehr mitmachen wollen", sagte Banse. Bundesweit gibt es nach Angaben des Verbandes mehr als eine Million Einsatzkräfte bei freiwilligen Feuerwehren sowie mehr als 39.000 bei den Berufsfeuerwehren. Kostenlose Bahnfahrten in Uniform? Banse hob die Bedeutung der freiwilligen Feuerwehren für die flächendeckende Bewältigung von Einsätzen in Deutschland hervor. Aktuell gebe es in nahezu jedem Dorf eine Feuerwehr. Gäbe es lediglich hauptamtliche Kräfte, wären pro Landkreis nur zwei bis drei Standorte möglich. Zwar sagte Banse, das Ehrenamt sei durch eine Aufwandsentschädigung für Freiwillige bereits gestärkt worden, zugleich warb er jedoch für weitere Verbesserungen. So regte er etwa an, dass Feuerwehrleute in Uniform kostenlos Bahn fahren dürfen sollten. Diese Regelung gibt es seit 2020 für Soldatinnen und Soldaten . Außerdem sei es denkbar, Einsatzkräfte bei der Vergabe von Grundstücken und Wohnungen in der Nähe von Feuerwehrhäusern zu bevorzugen.