Zeit 19.11.2025
09:10 Uhr

Fall Jeffrey Epstein: Wie es mit der Freigabe der Epstein-Akten weitergeht


Der Kongress hat für eine Offenlegung der Akten über Sexualstraftäter Jeffrey Epstein gestimmt. Nun ist US-Präsident Donald Trump am Zug. Das sind die nächsten Schritte.

Fall Jeffrey Epstein: Wie es mit der Freigabe der Epstein-Akten weitergeht
In der Affäre um US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein hat der Kongress für eine Freigabe der Akten gestimmt . Nach dem Repräsentantenhaus gab auch der Senat grünes Licht für ein Transparenzgesetz. Muss die US-Regierung nun wirklich sämtliche Dokumente offenlegen? Die nächsten Schritte: Der US-Senat, die zweite Parlamentskammer, leitete nach der Billigung ein Schnellverfahren ein. Die Gesetzesvorlage kann damit direkt an Präsident Donald Trump weitergeleitet werden. Nach eigenen Angaben wartet der Senat aber noch auf die Gesetzesvorlage vom Repräsentantenhaus. Das Gesetz tritt mit der Unterschrift von Trump in Kraft. Er hatte zuletzt zugesagt, dass er die Vorlage unterschreiben wird, wenn sie auf seinem Schreibtisch landet. Wann es so weit ist, ist unklar. Spätestens 30 Tage nach Inkrafttreten sollen die Epstein-Akten veröffentlicht werden, so sieht es die Gesetzesvorlage vor. Es geht um Unterlagen des US-Justizministeriums , der Staatsanwaltschaft und der Bundespolizei FBI, die die Ermittlungen gegen Epstein dokumentieren und auch Informationen zu seiner Haft enthalten. Unklar bleibt derweil, ob nun wirklich sämtliche Dokumente veröffentlicht werden . Die Gesetzgebung räumt dem Justizministerium ein, "bestimmte Informationen zurückzuhalten, wie beispielsweise personenbezogene Daten von Opfern und Materialien, die eine laufende Untersuchung des Bundes gefährden würden". Und US-Medien weisen darauf hin, dass Trump die Veröffentlichung der Akten auch ohne den Kongress veranlassen könnte, wenn er denn wollte. Daher sind einige skeptisch, ob wirklich alle Akten offengelegt werden oder Trump die Veröffentlichung in seinem Sinne manipuliert.