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30.01.2026
18:10 Uhr
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Im Fall Jeffrey Epstein hat das US-Justizministerium mehrere Millionen neue Dokumente veröffentlicht. Die Freigabe hätte eigentlich schon früher erfolgen müssen.

Das Justizministerium der USA hat zahlreiche weitere Dokumente zu den Ermittlungen gegen den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein veröffentlicht. Der stellvertretende Justizminister Todd Blanche sprach von mehr als drei Millionen Dokumentenseiten. Die Veröffentlichung ist überfällig: Laut einem Gesetz des US-Kongresses hätte die Regierung nahezu alle Akten bereits bis zum 19. Dezember freigeben sollen. Diese Frist ließ das Justizministerium verstreichen und erklärte, Hunderte Anwälte seien damit beauftragt worden, die Akten zu prüfen, um festzustellen, welche Passagen zum Schutz der Opfer geschwärzt werden müssten. Kurz vor Weihnachten veröffentlichte das Ministerium dann Zehntausende Dokumentenseiten zu dem Fall. Viele davon waren davor bereits öffentlich bekannt – oder fast vollständig geschwärzt. Neue Dokumente enthalten erneut zahlreiche Schwärzungen Ob sich neue Erkenntnisse in dem Fall ergeben, war unmittelbar nach der Veröffentlichung auf der Homepage des Ministeriums noch unklar. Inzwischen sind dort elf Datensätze abrufbar. Auch in den neuen Akten gibt es zahlreiche Schwärzungen. Damit seien persönliche Angaben zu den Epstein-Opfern unkenntlich gemacht, sagte Blanche. Ebenfalls zurückgehalten werde pornografisches Material, auf dem Kinder zu sehen seien, und alles, was Ermittlungen auf Bundesebene behindern könne. Der besonders unter Reichen und Prominenten gut vernetzte Finanzier Jeffrey Epstein soll einigen seiner Bekannten Minderjährige zum Sex zugeführt haben. Jahrelang hatte der Multimillionär aus New York einen Missbrauchsring betrieben, dem Dutzende junge Frauen und Minderjährige zum Opfer fielen . Über mehrere Jahre hinweg soll er Minderjährige etwa in New York und Florida auch selbst missbraucht haben. Er wurde als Sexualstraftäter verurteilt und 2019 tot in einem Gefängnis aufgefunden. Sein Tod wurde als Suizid eingestuft. Trump und Epstein galten in den 1990er- und frühen 2000er-Jahren als befreundet . Mitte der Nullerjahre endete die Verbindung nach Angaben des Präsidenten. Trump hat angegeben, von Epsteins Verbrechen nichts gewusst zu haben.