Zeit 23.01.2026
20:33 Uhr

Extremwetter: US-Bundesstaaten rufen Notstand wegen Wintersturm aus


In weiten Teilen der USA drohen am Wochenende heftige Schneefälle. Durch die Ausrufung des Notstands wollen zahlreiche Bundesstaaten schnelle Hilfe ermöglichen.

Extremwetter: US-Bundesstaaten rufen Notstand wegen Wintersturm aus
In den USA droht am Wochenende einer der schwersten Winterstürme der vergangenen Jahre. Begleitet von heftigen Schneefällen und eisigen Winden werde sich der herannahende Sturm über eine Entfernung von rund 3.000 Kilometern von New Mexico im Südwesten aus über das Wochenende bis nach Maine im Nordosten ausbreiten, warnte der Wetterdienst. Die US-Hauptstadt Washington, D. C. und zahlreiche Bundesstaaten riefen vorsorglich den Notstand aus. Die Maßnahme gelte ganz oder teilweise für New York, Texas, Georgia, South Carolina, North Carolina, Virginia, Maryland, Louisiana, Arkansas, Tennessee, Alabama, Mississippi und Missouri, wie die Gouverneure der jeweiligen Bundesstaaten mitteilten. Massive Stromausfälle möglich "Das ist eine gefährliche Kombination aus viel Schnee und extrem niedrigen Temperaturen", sagte New Yorks Gouverneurin Kathy Hochul. Die erwartete Kälte könne "absolut tödlich" sein. In Teilen von Minnesota und North Dakota könnten die Temperaturen laut Wetterdienst auf minus 45 Grad Celsius fallen. Mit der Ausrufung des Notstands können die US-Bundesstaaten – falls notwendig – deutlich schneller Hilfsgelder und Personal mobilisieren. Befürchtet wird, dass es zu massiven Stromausfällen kommen könnte, etwa durch umknickende Bäume oder weil die oberirdischen Leitungen durch das Gewicht von Blitzeis brechen könnten. In Washington, D. C. wurde die Nationalgarde um Geländefahrzeuge angefragt, um die Einsatzkräfte zu unterstützen. Trump zweifelt den Klimawandel an US-Präsident Donald Trump nahm die Warnungen vor der Kältewelle zum Anlass, den Klimawandel anzuzweifeln . In einem Post auf seiner Onlineplattform wandte er sich an die environmental insurrectionists , zu Deutsch etwa die "Umweltaufständischen". Diese sollten doch bitte erklären, was aus der globalen Erwärmung geworden sei. Klimawandel bedeutet allerdings keineswegs, dass es keine Kälteeinbrüche oder Winterstürme mehr gibt, sondern, dass die Temperaturen im langfristigen Mittel zunehmen. Im Zuge des Klimawandels steigt Experten zufolge zudem die Häufigkeit und Intensität von Extremwetterereignissen . Dazu zählen auch Stürme und heftiger Niederschlag. Zahlreiche Flüge gestrichen Medienberichten zufolge haben Fluggesellschaften vorsorglich zahlreiche Flüge gestrichen. Airlines wie United und Delta boten ihren Passagieren an, ihre Reise umzubuchen oder zu einem anderen Zeitpunkt anzutreten. Der TV-Sender ABC News berichtete, mehr als 1.600 Flüge innerhalb der USA, in die USA oder aus den USA, die für Samstag geplant waren, seien gestrichen worden. Die Flughäfen im texanischen Dallas seien besonders betroffen. Auch die Lufthansa hat für Samstag zahlreiche Flüge von und nach Nordamerika gestrichen. Am Sonntag sind nach Angaben einer Sprecherin noch Verbindungen nach Washington, New York, Boston, Philadelphia und Charlotte betroffen. An zahlreichen weiteren Flughäfen im Westen, Süden und Norden des Kontinents sei am Sonntag nur noch mit vereinzelten Verspätungen zu rechnen. Die betroffenen Fluggäste würden über die Ausfälle und alternative Reisemöglichkeiten informiert.