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03.01.2026
09:45 Uhr
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Nicolás Maduro wirft den USA einen "schweren militärischen Angriff" vor. Der Präsident ordnete die Mobilisierung der Bevölkerung an.

Nach Berichten über mehrere Explosionen in der venezolanischen Hauptstadt Caracas hat Präsident Nicolás Maduro den nationalen Notstand ausgerufen und die Mobilisierung der Bevölkerung angeordnet. Maduro warf den USA einen "schweren militärischen Angriff" vor. In der Erklärung der Regierung in Caracas hieß es, Venezuela klage "vor der internationalen Gemeinschaft die sehr schwere militärische Aggression der gegenwärtigen Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika gegen das venezolanische Territorium und die venezolanische Bevölkerung" an. "Das ganze Land muss sich mobilisieren, um diese imperialistische Aggression zu besiegen", heißt es in der Erklärung der Regierung weiter. Sie wirft den USA vor, Öl und Bodenschätze an sich bringen zu wollen, "um die politische Unabhängigkeit des Landes gewaltsam zu brechen". Kolumbiens Präsident ruft Vereinte Nationen an Auch der kolumbianische Präsident Gustavo Petro äußerte sich zu den Geschehnissen im Nachbarland. "Ich alarmiere die ganze Welt, dass Venezuela angegriffen wurde", heißt es in einer Erklärung. Petro beantragte eine sofortige Krisensitzung der Organisation Amerikanischer Staaten (OAS) sowie der Vereinten Nationen, um die Rechtmäßigkeit des Angriffs zu prüfen. Venezuelas Regierung spricht von mehreren Angriffen Ersten Berichten zufolge wurde die Hauptstadt Caracas angegriffen. Die venezolanische Regierung gibt an, es habe auch Angriffe auf die Stadt La Guaira sowie die Bundesstaaten Miranda und Aragua gegeben. Genauere Informationen zu den Angriffen und Anschuldigungen gibt es nicht. Von der US-amerikanischen Regierung gibt es bislang keine offizielle Stellungnahme, jedoch berichten mehrere US-Medien unter Berufung auf Regierungsbeamte, Präsident Donald Trump habe Angriffe auf Venezuela genehmigt. Trump drohte zuletzt mit Angriffen auf Venezuela Seit September greifen US-Streitkräfte immer wieder B oote angeblicher Drogenschmuggler im Ostpazifik und in der Karibik an. Dabei wurden mit den neuen Angriffen bislang mehr als 100 Menschen getötet. Die USA werfen Venezuela vor, den Drogenschmuggel in die Vereinigten Staaten aktiv zu fördern und damit die Sicherheit der USA und ihrer Bürger zu gefährden. Kritiker bezeichnen die Angriffe als außergerichtliche Hinrichtungen und völkerrechtswidrig. Zuletzt hatte Trump davon gesprochen, dass auch US-Angriffe auf das venezolanische Festland denkbar seien. Zudem hatte er gesagt, die Tage von Venezuelas linksnationalistischem Staatschef Maduro seien "gezählt".