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11.12.2025
09:21 Uhr
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Vor der kontrollierten Sprengung einer Weltkriegsbombe in Hanau hat am frühen Morgen die Evakuierung von Häusern und die Absperrung von Straßen in dem betroffenen Gebiet begonnen. Rund 4.500 Menschen in einem Umkreis von rund 1.000 Metern um die Fundstelle müssen vor der für 12.00 Uhr geplanten Sprengung ihre Wohnungen verlassen. Die Stadt Hanau rechnet mit massiven Auswirkungen. Bereits um 7.00 Uhr wurde nach Angaben der Stadt die Abfahrt "Hafen" der Bundesstraße 43a gesperrt. Ab 9.30 Uhr sollte die vielbefahrene vierspurige Strecke zwischen dem Hanauer Kreuz und der Abfahrt Steinheim komplett gesperrt werden. Die Strecke ist eine wichtige Verbindung zwischen den Autobahnen 3 und 66 mitten im Rhein-Main-Gebiet. Keine Auswirkungen auf S-Bahnverkehr Die Bahnhöfe in den beiden Stadtteilen Großauheim und Klein-Auheim sollten ebenfalls ab 7.00 Uhr geschlossen werden. Ab 11.00 Uhr sollte der Bahnverkehr in der Evakuierungszonen komplett ruhen. Der S-Bahnverkehr zwischen Hanau Hauptbahnhof und Offenbach sollte den Angaben zufolge jedoch nicht betroffen sein. Für die betroffenen Menschen sind Betreuungsstellen und Notunterkünfte in Mehrzweck- und Sporthallen vorbereitet. In den beiden Stadtteilen Großauheim und Klein-Auheim bringen Busse die Bewohnerinnen und Bewohner der Evakuierungszone dorthin. "Das macht die Bombe so gefährlich" Die Bombe war am Dienstag im Stadtteil Großauheim gefunden worden. Es handelt sich den Angaben zufolge um eine 250 Kilogramm schwere Brandbombe deutscher Bauart. Wie ein Sprecher der Stadt Hanau sagte, enthält der Blindgänger auch Phosphor. "Das macht die Bombe so gefährlich, dass sie auf jeden Fall gesprengt werden muss", sagte er. Der Kampfmittelräumdienst hat das Gelände gesichert. Die Bombe wird bis zur Sprengung überwacht. © dpa-infocom, dpa:251211-930-407905/3