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05.02.2026
14:38 Uhr
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Der Leitzins für den Euroraum bleibt vorerst bei 2,0 Prozent. Die Europäische Zentralbank reagiert damit auf die aus ihrer Sicht positive Inflationsentwicklung.

Der Leitzins im Euroraum bleibt auch im neuen Jahr vorerst unverändert. Die Europäische Zentralbank (EZB) hält den für Banken und Sparer wichtigen Einlagenzins zum fünften Mal in Folge bei 2,0 Prozent, wie die Notenbank in Frankfurt mitteilte. Seit nunmehr fünf Sitzungen in Folge hat der EZB-Rat die Leitzinsen unverändert gelassen. Bis Juni hatte es eine Serie von Senkungen gegeben: Noch im Frühjahr 2024 lag der Einlagenzins, den Banken erhalten, wenn sie Geld bei der Notenbank parken, doppelt so hoch bei 4,0 Prozent. Hintergrund der derzeitigen Zinspause ist, dass sich die Inflation im Euroraum in den vergangenen Monaten nahe des von der EZB gesteckten Zwei-Prozent-Ziels eingependelt hatte, während sich die Wirtschaft als robuster als zeitweilig befürchtet erwies. Inflationsrate bei 1,7 Prozent Im Januar ging die Teuerungsrate im Euroraum weiter zurück und erreichte einer ersten Eurostat-Schätzung zufolge mit 1,7 Prozent den tiefsten Stand seit September 2024 . Auch die Konjunktur in der Eurozone hält sich trotz des Zollstreits mit den USA robust, sodass es vorerst keinen Druck für die EZB gibt, die Wirtschaft mit weiteren Zinssenkungen zu stützen. Für Handlungsdruck bei der EZB könnte das Erstarken des Euro sorgen, der jüngst zeitweise die Marke von 1,20 Dollar übersprang – erstmals seit 2021. Mit der unberechenbaren Politik von US-Präsident Donald Trump hat das Vertrauen in den Dollar an den Finanzmärkten gelitten, was den Dollar-Kurs sinken lässt und den Euro aufwertet . Leitzins könnte weiter stabil bleiben Diese Aufwertung des Euro belastet Europas Exporteure, nicht zuletzt deutsche Firmen, da ihre Waren auf den Weltmärkten teurer werden. Zugleich verbilligt der starke Euro Importe, die in Dollar gehandelt werden. Das dämpft die Inflation, die 2026 das mittelfristige EZB-Ziel von 2,0 Prozent ohnehin leicht unterschreiten könnte. Manche Notenbanker, wie das österreichische EZB-Ratsmitglied Martin Kocher, sehen bei einer weiteren Aufwertung des Euros Handlungsdruck für eine Zinssenkung. EZB-Vizepräsident Luis de Guindos hatte einen Euro-Kurs von 1,20 zum Dollar als kritische Marke dargestellt. Zuletzt sah sich die EZB in einer "komfortablen" Situation, wie Präsidentin Christine Lagarde wiederholt sagte. Dies gilt als Hinweis, dass die Leitzinsen vorerst stabil bleiben. Die EZB will zu stark steigende Preise vermeiden, aber auch dauerhaft sinkende Preise: Rechnen Verbraucher und Unternehmen mit Nachlässen, könnten sie Anschaffungen verschieben, was die Wirtschaft bremst.