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03.03.2026
15:42 Uhr
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Die britische Finanzministerin Rachel Reeves hat engere Handelsbeziehungen mit der EU in Aussicht gestellt. In zwei Wochen will sie dazu konkrete Vorschläge machen.

Großbritanniens Finanzministerin Rachel Reeves will die Handelsbeziehungen mit der Europäischen Union ausbauen. Dazu werde sie in einer Rede in zwei Wochen konkretere Vorschläge machen, kündigte Reeves im Parlament in London an. Während einer Haushaltsdebatte im Parlament in London sagte Reeves, sie werde in einer Rede in zwei Wochen entsprechende Pläne vorlegen. Ziel sei es, die " globalen Beziehungen weiter zu stärken, Handelshemmnisse abzubauen und die Allianzen mit unseren europäischen Partnern für eine sicherere, vernetztere Wirtschaft zu vertiefen". Britische Wirtschaft leidet unter EU-Austritt Stabilität sei die wichtigste Voraussetzung für Wirtschaftswachstum, sagte Reeves weiter. Nach den politischen Uneinigkeiten infolge des EU-Austritts wolle sie Unternehmen zu Investitionen ermutigen. Diese beklagen allerdings hohe Steuern und andere Kosten. Großbritannien hat nach wie vor die höchste Inflation unter den sieben führenden Industriestaaten. Das führt dazu, dass die Bank of England ihre Zinsen nicht so schnell senkt wie andere Zentralbanken. Großbritannien war 2020 aus der EU ausgetreten. Dem Austritt vorausgegangen war der Brexit-Entscheid im Jahr 2016, bei dem sich eine knappe Mehrheit der Briten für einen Abschied aus der EU ausgesprochen hatte. Aktuelle britische Regierung setzt auf Annäherung an die EU Im Gegensatz zur früheren konservativen Regierung ist der derzeitige britische Premierminister Keir Starmer um engere Beziehungen zur EU bemüht. Grundlage für eine Neuausrichtung der Verteidigungs- und Handelsbeziehungen nach dem Austritt Großbritanniens aus der EU im Jahr 2020 bildete ein im Mai 2025 unterzeichnetes Abkommen. Darüber hinaus einigten sich die EU und Großbritannien Ende vergangenen Jahres auch auf eine Rückkehr britischer Studierender zum Austauschprogramm Erasmus+ . Beide Seiten vereinbarten zudem, Verhandlungen über eine Verknüpfung ihrer Strommärkte aufzunehmen und ein Handelsabkommen für Lebensmittel und Getränke sowie eine Verknüpfung der CO2-Märkte abzuschließen.