Zeit 12.02.2026
13:24 Uhr

Europäische Union: China verhängt niedrigere Zölle auf EU-Milchprodukte


Im Handelskonflikt mit der EU hat China die bislang vorläufigen Zölle auf Milchprodukte für fünf Jahre verlängert. Die Zollsätze fallen jedoch deutlich niedriger aus.

Europäische Union: China verhängt niedrigere Zölle auf EU-Milchprodukte
China hat endgültig Zölle in Höhe von bis zu 11,7 Prozent gegen einige importierte Milchprodukte aus der Europäischen Union (EU) verhängt. Laut Angaben des chinesischen Handelsministeriums sollen ab Freitag Aufschläge in Höhe von 7,4 bis 11,7 Prozent gelten. Die Zölle treffen neben deutschen Herstellern auch Firmen aus Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Spanien und Italien. Im Dezember vergangenen Jahres hatte die Regierung in Peking zunächst vorläufige Zölle in Höhe von 21,9 bis 42,7 Prozent festgelegt. Die nun beschlossenen Zölle liegen deutlich darunter. Für europäische Verbraucherinnen und Verbraucher sollten sie keine direkten Auswirkungen haben. Zölle als Gegenreaktion China begründet die Zölle damit, dass aus der EU importierte Milchprodukte staatlich gefördert seien und der heimischen Industrie in China erheblichen Schaden zufügen würden. Seit August 2024 hatte das chinesische Handelsministerium die Produkte deswegen untersucht. Ähnlich waren die Behörden des Landes auch bei aus der EU importierten Schweinefleischprodukten vorgegangen, dort wurden im Dezember ebenfalls langfristige Zollsätze festgelegt . Die Untersuchungen Chinas gelten als Gegenmaßnahme zu den Zusatzzöllen auf Elektroautos, die die EU im November 2024 verhängt hatte. Im vergangenen Jahr kam es diesbezüglich zu einer Annäherung. Die EU hatte im Januar erklärt, dass chinesische Elektroautohersteller Mindestimportpreise festlegen könnten, um Zölle zu verhindern.