Zeit 02.02.2026
10:54 Uhr

Erdmetalle: Preise für Gold und Silber brechen deutlich ein


Die Gold- und Silberpreise sind nach Höchstständen binnen wenigen Tagen deutlich gefallen. Auslöser könnten Sorgen um die künftige US-Geldpolitik sein.

Erdmetalle: Preise für Gold und Silber brechen deutlich ein
Die Preise für Gold und Silber sind nach zuvor starken Kursgewinnen deutlich gefallen. Der Goldpreis lag im frühen Handel bei rund 4.500 US-Dollar je Feinunze (31,1 Gramm) und damit bis zu acht Prozent niedriger als am Freitag. Bereits da war er um rund neun Prozent gesunken. Der Silberpreis fiel zuletzt um bis zu 15 Prozent auf 72,79 US-Dollar je Feinunze. Konkret liegt der Goldpreis damit rund 1.100 US-Dollar beziehungsweise knapp ein Fünftel unter dem am Donnerstag erreichten Rekordhoch von 5.595 US-Dollar, notiert jedoch weiterhin leicht über dem Niveau von Ende 2025. Im vergangenen Jahr war der Goldpreis um rund 65 Prozent gestiegen. Der Silberpreis hat bereits am Freitag nach starken Kursschwankungen mit einem Minus von 26 Prozent geschlossen, nachdem die Verluste zeitweise 36 Prozent erreicht hatten. Insgesamt liegt der Silberpreis damit nun rund 40 Prozent unter seinem Rekordhoch von 121,65 US-Dollar, bewegt sich jedoch ebenfalls noch etwas über dem Stand von Ende 2025. Auslöser offenbar Warshs Nominierung als US-Notenbankchef Als Auslöser für den Preisrückgang gilt die Nominierung des früheren Fed-Gouverneurs Kevin Warsh als möglicher Nachfolger von US-Notenbankchef Jerome Powell durch US-Präsident Donald Trump. Marktteilnehmer sehen darin ein Signal, das Zweifel an einer deutlichen Lockerung der US-Geldpolitik aufkommen lässt. Die jüngsten Verluste bei Gold und Silber wurden laut Marktbeobachtern aber nicht allein durch die Nominierung von Warsh ausgelöst, sondern auch durch Folgewirkungen an den Terminmärkten wie etwa Zwangsverkäufe und höhere Sicherheitsleistungen verstärkt. "Die Nominierung von Warsh war zwar wahrscheinlich der Auslöser, rechtfertigte aber nicht das Ausmaß des Rückgangs bei Edelmetallen, weil Zwangsliquidationen und Margenerhöhungen einen Dominoeffekt hatten", sagte Tim Waterer, Chef-Handelsanalyst des internationalen Brokers KCM Trade.