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10.08.2026
17:09 Uhr
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Im Nordwesten von Kolumbien hat ein Erdbeben das Land erschüttert. Es soll Tote und Verletzte geben sowie zahlreiche Schäden.

Ein Erdbeben hat im Nordwesten Kolumbiens mehrere Tote, Verletzte und erhebliche Schäden verursacht. Die Erschütterungen waren in mehrere Provinzen sowie in der Hauptstadt Bogotá und bis nach Venezuela zu spüren. Der Bürgermeister der westkolumbianischen Provinzhauptstadt Pereira, Mauricio Salazar, sprach im Radiosender Caracol von mindestens 18 Toten in seiner Gemeinde. »Die Situation ist kritisch«, sagte er. Der Bürgermeister von Manizales, Jorge Eduardo Rojas, sprach von mindestens zwei Toten in seiner Gemeinde. Der Gouverneur der Provinz Risaralda, in der auch Pereira liegt, Juan Diego Patino, sagte im lokalen Radiosender Blu Radio, es gebe »schwere Schäden an einigen Gebäuden«. »Was gerade passiert ist, ist sehr schwerwiegend. Die Bilder sind wirklich schockierend: Es gibt Verletzte und eingestürzte Gebäudefassaden«, sagte er. Die Nationale Stelle für Katastrophenrisikomanagement (UNGRD) und die US-Erdbebenwarte USGS bezifferten die Stärke des Bebens mit 7,4 . Es hatte demnach eine Tiefe von 96 Kilometern. Es gibt dennoch keine Tsunamiwarnung. Flughäfen beschädigt »Wir haben gerade ein schweres Erdbeben im Departement Chocó erlebt. Wir sind besorgt wegen möglicher Nachbeben«, schrieb die Gouverneurin der Provinz Chocó, Nubia Carolina Córdoba Curi, auf X. »Obwohl das Epizentrum in der Nähe von San José del Palmar lag, gibt es Verletzte und erhebliche Schäden an Gebäuden in der Hauptstadt Quibdó.« Es werde bereits eine Schadensbewertung durchgeführt. Der Bürgermeister von Bogotá, Carlos Galán, schrieb auf X, es gebe in der Hauptstadt keine größeren Schäden. Der Bürgermeister der südwestlich von Bogotá gelegenen Stadt Cali sprach von unter Trümmern begrabenen Menschen. Mindestens 20 Gebäude seien eingestürzt. Er habe Hilfe aus der Hauptstadt angefordert. Die Luftfahrbehörde Kolumbiens teilte mit, es gebe Schäden an den Flughäfen von Pereira, Manizales, Quibdó, Armenia, Cartago und Buenaventura. Dort werde bis auf Weiteres der Betrieb eingestellt. Das benachbarte Venezuela hatte erst im Juni zwei verheerende Erdbeben erlebt, bei denen mehr als 6.000 Menschen starben . Mehr als 800 Gebäude wurden bei dem Doppelbeben beschädigt oder stürzten vollständig ein. Zahlreiche Menschen wurden noch lange vermisst.