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20.11.2025
08:17 Uhr
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Wegen seiner Kontakte zu Jeffrey Epstein hat der frühere US-Finanzminister Larry Summers bereits seine Rolle bei OpenAI beendet. Nun lässt er auch seine Lehre ruhen.

Der frühere US-Finanzminister Larry Summers hat sich überraschend von seinen Lehrtätigkeiten an der Harvard-Universität beurlauben lassen. Das teilte ein Sprecher von Summers mit. Anlass waren kürzlich veröffentlichte E-Mails, die eine über Jahre bestehende freundschaftliche Beziehung zu dem verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein belegten. Summers hatte bereits zuvor angekündigt, sich aus der Öffentlichkeit zurückzuziehen. So teilte er mit, aus dem Verwaltungsrat von OpenAI auszutreten , dem er im November 2023 beigetreten war. Am Mittwochabend wurde zudem bekannt, dass er seine Rolle als Direktor des Mossavar-Rahmani Center for Business and Government an der Harvard Kennedy School niederlegt. Die Harvard-Universität hatte ihre Untersuchung zu Summers' Kontakten zu Epstein erneut aufgenommen. Zunächst hatte der Ökonom betont, er wolle weiter unterrichten. Finanzminister unter Bill Clinton Zu den veröffentlichten E-Mails sagte Summers in der vergangenen Woche, er habe große Fehler gemacht. Seine Verbindung zu Epstein bezeichnete er als schweren Urteilsfehler. Summers war von 1999 bis 2001 Finanzminister unter Präsident Bill Clinton und von 2001 bis 2006 Präsident der Harvard-Universität. Trump strengt Ermittlungen gegen Clinton und Summers an US-Präsident Donald Trump hatte zuletzt Ermittlungen gegen Clinton gefordert . Das US-Justizministerium und die Bundespolizei FBI sollten Epsteins Verbindungen zu Clinton und "vielen anderen Leuten und Institutionen" unter die Lupe nehmen, teilte Trump mit. Als Beispiel nannte Trump unter anderem Summers. Das Justizministerium kündigte an, der Aufforderung nachzukommen. Trump selbst war in den vergangenen Wochen zunehmend unter Druck geraten, nachdem Demokraten aus dem US-Repräsentantenhaus E-Mails veröffentlicht hatten, die nahelegen, dass Trump von den Vergehen Epsteins wusste. Am Mittwochabend teilte der Präsident mit , ein Gesetz zur Freigabe der Epstein-Akten unterschrieben zu haben. Informationen, die nach Einschätzung des Justizministeriums laufende Ermittlungen gefährden könnten, dürfen dabei weiterhin zurückgehalten werden. Anders als im Wahlkampf versprochen, hatte Trump eine Veröffentlichung der etwa 100.000 Dokumentenseiten bislang abgelehnt.