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25.02.2026
19:03 Uhr
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Seine Lehre an Harvard gibt der Ex-Finanzminister Larry Summers endgültig auf. Zuvor hatte er sich aus der Öffentlichkeit zurückgegezogen – wegen Verbindungen zu Epstein.

Bill Gates hat im Missbrauchsskandal um den Sexualstraftäter Jeffrey Epstein zugegeben, Affären mit zwei russischen Frauen gehabt zu haben. Er habe einen "großen Fehler" begangen, indem er sich mit Epstein eingelassen habe, sagte der Microsoft-Gründer bei einer Mitarbeiterversammlung seiner Stiftung. Zugleich verneinte er jede Beteiligung an den Verbrechen Epsteins. "Ich entschuldige mich bei allen, die durch meinen Fehler in diese Sache hineingezogen wurden", sagte Gates bei der Versammlung. Er hatte zu Treffen mit Epstein auch Führungskräfte der Gates-Stiftung mitgenommen. Die Mitarbeiterversammlung fand bereits am Dienstag statt, eine Aufzeichnung wurde nun vom Wall Street Journal veröffentlicht. In unlängst vom US-Justizministerium veröffentlichten neuen Epstein-Dokumenten war unter anderem der Name von Gates aufgetaucht. Dabei war der Entwurf einer E-Mail, in dem Epstein von Gates' angeblichen Affären spricht. Seine Beziehung zu dem Milliardär habe von "der Hilfe für Bill, Medikamente zu besorgen, um die Folgen von Sex mit russischen Mädchen zu bewältigen, bis hin zur Ermöglichung seiner unerlaubten Rendezvous mit verheirateten Frauen" gereicht, schrieb Epstein. "Ich hatte Affären" Nachdem Gates die Angaben aus dem Mail-Entwurf zunächst zurückgewiesen hatte, räumte der 70-Jährige Affären mit zwei Frauen nun ein. "Ich hatte Affären. Eine mit einer russischen Bridge-Spielerin, die ich bei Bridge-Turnieren kennengelernt habe, und eine mit einer russischen Atomphysikerin, die ich im Rahmen meiner Geschäftstätigkeit kennengelernt habe." Der Microsoft-Gründer bestritt jedoch jegliche Beteiligung an den Verbrechen von Epstein: "Ich habe nichts Illegales getan. Ich habe nichts Illegales gesehen." Epstein war ein einflussreicher Finanzier, der über Jahrzehnte ein Netzwerk zu Politik, Wirtschaft und Wissenschaft pflegte und zugleich einen Ring zum sexuellen Missbrauch junger Frauen und Minderjähriger unterhielt. In den sogenannten Epstein-Files tauchen neben Gates zahlreiche prominente Namen auf, darunter etwa Bill Clinton, Techmilliardäre aus dem Silicon Valley sowie Spitzenforscher der Eliteuniversitäten, ohne dass gegen viele von ihnen strafrechtliche Vorwürfe erhoben wurden. Larry Summers gibt Lehrtätigkeit auf Auch der Name des ehemaligen US-Finanzministers Larry Summers ist in den Akten zu finden. Wegen seiner Verbindung zu Epstein gibt dieser nun endgültig seine Lehrtätigkeit an der Eliteuniversität Havard auf. Das bestätigte ein Sprecher der Universität. Im November hatte der 71-Jährige bereits angekündigt, den Vorstand des KI-Unternehmens OpenAI zu verlassen, seine Tätigkeit für Harvard ruhte seitdem . Die Universität teilte mit, sie habe den Rücktritt von Professor Summers als Co-Direktor des Center for Business and Government angenommen. Er werde sich zum Ende des akademischen Jahres aus seinen Funktionen in Harvard zurückziehen und bleibe bis dahin beurlaubt. US-Präsident Donald Trump hatte im Herbst Ermittlungen gegen Summers sowie den früheren US-Präsidenten Clinton veranlasst, unter dem Summers bis 2001 Finanzminister war. Von 2001 bis 2006 war Summers zudem Präsident von Harvard. Epstein suche die Nähe zu Wissenschaftlern Zuletzt veröffentlichte E-Mails legen nahe, dass Summers in engem Austausch mit dem gut vernetzten Multimillionär Epstein stand. Der Ökonom hatte dazu erklärt, sich für seine Kommunikation mit Epstein zu "schämen". Zugleich bestreitet er jegliches Fehlverhalten in dem Skandal. Epstein hatte Harvard zwischen 1998 und 2007 Spenden in Millionenhöhe zukommen lassen und suchte systematisch die Nähe zu einflussreichen Wissenschaftlern. Die Universität hat ihre Verbindungen zu Epstein inzwischen mehrfach untersuchen lassen und angekündigt, einen Teil der noch verbliebenen Epstein-Gelder an Projekte für Opfer von Menschenhandel und sexualisierter Gewalt weiterzuleiten.