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11.02.2026
09:38 Uhr
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Donald Trump behauptet, von Jeffrey Epsteins Verbrechen nichts gewusst zu haben. Ein FBI-Dokument legt nun nahe, dass diese Angabe falsch sein könnte.

US-Präsident Donald Trump könnte bereits in den Nullerjahren umfassendere Informationen über die Taten des Sexualstraftäters Jeffrey Epstein gehabt haben als bislang angegeben. Das legt ein Dokument aus den kürzlich veröffentlichten Ermittlungsakten zum Epstein-Skandal nahe, über das die Zeitung Miami Herald berichtet. Bei dem Dokument handelt es sich demnach um die Zusammenfassung der Aussage eines Polizisten, der eigenen Angaben zufolge im Sommer 2006 ein Telefonat mit Trump führte. Grundlage des Dokuments ist ein Gespräch, das FBI-Ermittler 2019 mit Michael Reiter führten, dem früheren Polizeichef von Palm Beach in Florida. Laut dem Dokument erhielt Reiter im Juli 2006 – zu einer Zeit, als die ersten Anklagen gegen Epstein publik wurden – einen Anruf von Trump. Reiter zufolge soll Trump damals zu ihm gesagt haben: "Gott sei Dank halten Sie ihn auf; jeder weiß, dass er das schon immer gemacht hat." Zudem soll Trump gesagt haben, Menschen in New York wüssten darüber Bescheid, dass Epstein "widerlich" sei, und hätten ihn gewarnt, Ghislaine Maxwell, Epsteins Komplizin, sei "böse". Laut Reiter sagte Trump in dem Gespräch, dass er einmal in Epsteins Nähe gewesen sei, als Teenager anwesend waren, und dass er "so schnell wie möglich von dort verschwunden" sei. Reiter bestätigt Aussage von 2019 erneut Reiter ging 2009 in den Ruhestand. Im Gespräch mit dem Miami Herald bestätigte der ehemalige Polizist nun erneut seine Aussagen aus dem Gespräch mit den FBI-Ermittlern im Jahr 2019. Trumps Pressesprecherin Karoline Leavitt sagte am Dienstag vor Journalisten, der Präsident sei hinsichtlich seiner Verbindung zu Epstein "ehrlich und transparent" gewesen sei. Der fragliche Anruf habe vielleicht stattgefunden, vielleicht aber auch nicht, sagte Leavitt. "Ich kenne die Antwort auf diese Frage nicht." Das US-Justizministerium teilte mit: "Uns sind keine Beweise bekannt, die belegen, dass der Präsident vor 20 Jahren Kontakt zu den Strafverfolgungsbehörden aufgenommen hat."