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31.01.2026
15:02 Uhr
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Die neuesten Epstein-Akten zeigen, dass Howard Lutnick entgegen eigener Aussage auch 2005 noch Kontakt zu Jeffrey Epstein hatte. 2012 lud ihn Epstein auf seine Insel ein.

Aus den neuesten vom US-Justizministerium veröffentlichten Akten zum Fall des verurteilten Sexualstraftäters Jeffrey Epstein geht hervor, dass US-Handelsminister Howard Lutnick von Epstein auf dessen Privatinsel eingeladen wurde. Dies hatte der Minister zuvor bestritten. Im vergangenen Jahr hatte er in einem Podcast gesagt, er habe schon 2005 entschieden, mit dieser "widerlichen Person" nie wieder in einem Raum sein zu wollen. Laut den neu veröffentlichten Dokumenten verabredeten sich Lutnick und Epstein jedoch am 23. Dezember 2012 zum Mittagessen auf der Karibikinsel Little Saint James. Lutnicks Frau kündigte die Ankunft per Boot an, woraufhin Epsteins Assistentin eine Nachricht ihres Chefs mit dem Inhalt "Schön, euch zu sehen" weiterleitete. Auch ein Jahr zuvor sollen sich Lutnick und Epstein laut einem Terminkalendereintrag zu einem Umtrunk getroffen haben. Sechs Jahre später tauschten die beiden Männer E-Mails über den Bau eines Gebäudes in der Nähe ihrer Häuser aus. Ein Sprecher des US-Handelsministeriums teilte mit, Lutnick habe nur begrenzte Kontakte mit Epstein im Beisein seiner Frau gehabt und sei nie eines Fehlverhaltens beschuldigt worden. Lutnick selbst hat sich bislang nicht erneut geäußert. Viele weitere Prominente werden erwähnt Die neu veröffentlichten Akten im Fall Epstein umfassen laut dem stellvertretenden Justizminister Todd Blanche mehr als drei Millionen Dokumentenseiten, mehr als 2.000 Videos sowie 180.000 Bilder. Die Akten, die auf der Website des Ministeriums hochgeladen wurden, enthalten nach Angaben aus Regierungskreisen etliche Dokumente, die bei einer ersten Veröffentlichung im Dezember noch zurückgehalten worden waren. Auch US-Präsident Donald Trump wird in den Unterlagen mehrfach erwähnt . Eine E-Mail aus dem Jahr 2012 wirft die Frage auf, wie Epstein zu einem Besuch von Trumps Club Mar-a-Lago nach Weihnachten stehe – Jahre nachdem Trump die Freundschaft angeblich beendet hatte. Neben Trump taucht in den Unterlagen auch Tesla-Chef Elon Musk auf, der in einer E-Mail nach geplanten Partys fragte, eine Einladung auf Epsteins Insel jedoch ablehnte. Zudem werden der frühere britische Prinz Andrew, der Filmproduzent Steve Tisch, der britische Milliardär Richard Branson sowie Microsoft-Gründer Bill Gates erwähnt. Jahrelanger Missbrauchsring Epstein galt als hervorragend vernetzt und verkehrte in höchsten Kreisen. Gleichzeitig betrieb er über Jahre einen Missbrauchsring, dem viele Mädchen und junge Frauen zum Opfer fielen. Andrew beteuerte stets, von den Machenschaften seines Freundes nichts mitbekommen zu haben. Allerdings erhob eines der Epstein-Opfer konkrete Vorwürfe gegen Andrew. Die inzwischen verstorbene US-Amerikanerin Virginia Giuffre warf Andrew vor, sie mehrfach sexuell missbraucht zu haben, unter anderem in London im Jahr 2001 – zu einem Zeitpunkt, an dem sie minderjährig war. Keine der in den Dokumenten genannten Person ist bislang offiziell beschuldigt worden. Die reine Nennung oder Abbildung in den Epstein-Akten ist kein Hinweis auf ein Fehlverhalten. Viele der bereits früher identifizierten Personen haben eine Verstrickung in Epsteins kriminelle Machenschaften stets abgestritten.