Zeit 18.12.2025
23:01 Uhr

Epstein-Affäre: Demokraten veröffentlichen weitere Fotos aus Epsteins Nachlass


Einen Tag vor Ablauf der Frist zur Freigabe von Epsteins Akten haben die Demokraten neue Fotos veröffentlicht. Zu sehen sind erneut Prominenten, darunter Noam Chomsky.

Epstein-Affäre: Demokraten veröffentlichen weitere Fotos aus Epsteins Nachlass
Nur einen Tag vor Ablauf der Frist zur Freigabe von Akten durch das US-Justizministerium haben die Demokraten weitere Fotos aus dem Nachlass des verstorbenen Sexualstraftäters Jeffrey Epstein veröffentlicht. Die 68 ohne nähere Angaben veröffentlichten Fotos zeigen unter anderem Reisepässe und Ausweisdokumente von Frauen aus verschiedenen Ländern sowie Epstein mit mehreren Prominenten , darunter der US-Gelehrte Noam Chomsky, Regisseur Woody Allen und Steve Bannon, der der frühere Berater von US-Präsident Donald Trump. Auch Microsoft-Mitgründer Bill Gates ist auf den Aufnahmen mit einer jungen Frau im Arm zu sehen. Gates war bereits auf zuvor veröffentlichten Fotos zu sehen. Die Echtheit der Bilder konnte zunächst nicht unabhängig verifiziert werden. Zu den neu vorgelegten Dokumenten gehört auch ein Screenshot eines mutmaßlichen Chatverlaufs, in dem "Mädchen" gegen Geld angeboten werden. "Ich habe eine Freundin, die mir heute ein paar Mädchen geschickt hat. Aber sie verlangt 1000 Dollar pro Mädchen", heißt es in einer Chatnachricht. Und: "Vielleicht ist jemand Gutes für J dabei?". Zwischen wem die Konversation stattfand, ist unklar. Auf einem anderen Foto ist auf einem Frauenfuß ein Schriftzug mit einem Zitat aus dem Buch Lolita des russisch-amerikanischen Schriftstellers Vladimir Nabokov zu erkennen. Das Buch handelt vom Missbrauch eines jungen Mädchens, genannt Lolita. Trump ist auf den neu veröffentlichten Fotos nicht zu sehen US-Präsident Donald Trump, der auf früher veröffentlichen Bildern im Umfeld Epsteins zu sehen war, ist auf den neu veröffentlichten Fotos nicht abgebildet. Den Demokraten zufolge umfasst der Nachlass insgesamt rund 95.000 Fotos , die schrittweise von einem zuständigen Ausschuss des Repräsentantenhauses geprüft werden. Begleitende Einordnungen oder Hintergründe zu den Bildern liegen demnach nicht vor. Dem verurteilten US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein war vorgeworfen worden, zahlreiche Mädchen und junge Frauen missbraucht und gezielt Prominenten für missbräuchliche Handlungen zugeführt zu haben. Bis Freitag muss das Justizministerium Epstein-Akten veröffentlichen Trump steht in der Epstein-Affäre unter wachsendem politischen Druck. Er weist enge Kontakte zu Jeffrey Epstein zurück, zugleich werfen Kritiker seiner Regierung vor, entgegen früherer Ankündigungen bislang keine umfassende Transparenz hergestellt zu haben. Ein persönliches Fehlverhalten konnte dem Präsidenten juristisch nach bisherigem Stand nicht nachgewiesen werden. Unabhängig von Trumps Haltung verabschiedete der US-Kongress Mitte November mit breiter parteiübergreifender Zustimmung ein Gesetz zur Offenlegung der Epstein-Akten . Demnach muss das Justizministerium bis Freitag "alle nicht als geheim eingestuften Aufzeichnungen, Dokumente, Mitteilungen und Ermittlungsmaterialien" veröffentlichen. Ausgenommen sind Dokumente zu laufenden Ermittlungen oder mit Bezug zur nationalen Sicherheit. Fachleute gehen davon aus, dass viele Passagen vorab geschwärzt werden könnten.