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03.10.2026
12:54 Uhr
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Die G7 machten Donald Trump mit der Freigabe der Ölreserven ein Wahlkampfgeschenk, sagt der Grünen-Abgeordnete Michael Kellner. Die Vorräte seien nur für den Notfall da.

Der energiepolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Michael Kellner, hat die Entscheidung der G7-Staaten zur Freigabe von Öl und Diesel aus ihren nationalen Reserven deutlich kritisiert. Die Dieselvorräte seien für Notfälle da, nicht für den Wahlkampf von US-Präsident Donald Trump, sagte Kellner der ZEIT. Die G7-Staaten hatten sich darauf verständigt, bis zu 100 Millionen Barrel Diesel und Rohöl aus ihren strategischen Reserven für den Markt freizugeben. Sie kündigten zudem an, in den kommenden Tagen die Möglichkeit zusätzlicher Diesel-Freigaben sowie die Absicherung der Öllieferungen durch die Straße von Hormus zu erörtern. »Die Freigabe ist ein Fehler, schlimmer noch: eine politische Dummheit«, sagte Kellner der Nachrichtenagentur AFP. Trump hatte die europäischen Partner dazu gedrängt und für den Fall einer Weigerung einen Diesel-Exportstopp der USA in Aussicht gestellt. Dies hätte die Versorgung insbesondere in der EU treffen können: Rund die Hälfte ihrer Dieselimporte kommt aus den USA. Nach der Einigung schloss Trump einen Exportstopp aus . »Jedes Barrel, das wir nicht mehr brauchen, macht uns weniger erpressbar« Von der Freigabe erhofft sich die US-Regierung eine dämpfende Wirkung auf die Treibstoffpreise rund einen Monat vor den Kongresswahlen. Die hohen Preise sind für viele Menschen in den USA ein finanzielles Problem – und dementsprechend Wahlkampfthema. Im Gespräch mit der Nachrichtenagentur AFP forderte Kellner eine grundlegende Neuausrichtung der deutschen Energiepolitik. Die Bundesregierung müsse »raus aus der Ölabhängigkeit – mit elektrischem Verkehr, sauberer Wärme und heimischer Energie«, sagte er. »Jedes Barrel, das wir nicht mehr brauchen, macht uns weniger erpressbar.«