Zeit 30.01.2026
16:38 Uhr

Eisiges Wetter: Bei Glatteis sind Senioren auf Nachbarn angewiesen


Eisiges Wetter: Bei Glatteis sind Senioren auf Nachbarn angewiesen
Wegen der spiegelglatten Straßen in Berlin trauen sich viele ältere Menschen kaum nach draußen - deshalb sind sie besonders auf die Hilfe ihrer Mitmenschen angewiesen. Wer nicht im Pflegeheim lebe oder keinen Pflegedienst habe, müsse sich auf Nachbarschaftshilfe verlassen können, sagte Caritas-Sprecherin Claudia Kienapfel. Wichtig sei, "dass man mit offenen Augen durch die Welt läuft und mal schaut, ob jemand nicht doch mal eine Handreichung braucht". Das gelte für das Überqueren zugefrorener Wege, wenn Seniorinnen und Senioren doch unterwegs seien, ebenso wie für Hilfe beim Lebensmitteleinkauf. Lieferservice für Medikamente kann hilfreich sein "Es ist ja jetzt nicht so neu, dass man sich vom Nachbarn mal ein Ei leiht, wenn man selber vergessen hat, welche zu kaufen", sagte Kienapfel. Auch sei ratsam, sich bei den Apotheken nach Lieferdiensten zu erkundigen - womöglich auch als Hilfe für seine älteren Nachbarinnen und Nachbarn. So könne man an Medikamente kommen, ohne das Haus zu verlassen. Hinzu komme der eingeschränkte Nahverkehr. Der bringe viele ältere Menschen in Bedrängnis, etwa, wenn wichtige Arzttermine anstünden. Fensterputzen wird verschoben - "Socken über die Schuhe" Die Menschen müssten das bekommen, was sie unbedingt brauchten: "Wo geht es wirklich um eine Grundversorgung, die eben auch einfach da sein muss? Nehmen wir mal an, jemand hat Fensterputzen gebucht – dann würde man das sicherlich jetzt verschieben", erklärt Kienapfel. Wer doch vor die Tür müsse, der könne von den Pflegedienstmitarbeitenden selbst lernen. "Kleine Tricks wie Socken über die Schuhe ziehen. Das ist tatsächlich auch hilfreich, um nicht ganz so doll zu rutschen", riet Kienapfel. Das sei keine Dauerlösung, aber ein gutes Hausmittelchen. © dpa-infocom, dpa:260130-930-621272/1