Zeit 01.12.2025
20:26 Uhr

EU-Kommission: EU will offenbar Verbrenner-Aus kippen


Die EU-Kommission will laut einem Bericht auch nach 2035 noch Verbrenner zulassen. Bundeskanzler Merz hatte zuvor einen Brief an die Kommission geschrieben.

EU-Kommission: EU will offenbar Verbrenner-Aus kippen
Die EU-Kommission zeigt sich einem Bericht des Handelsblatts zufolge offen für neue Verbrenner auch nach 2035. "Wir sind offen für alle Technologien", zitiert das Blatt den Verkehrskommissar Apostolos Tzitzikostas auf die Frage, ob die EU nicht nur Hybridautos, sondern auch klassische Verbrenner erlauben werde. Zuvor hatte Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in einem Brief aufgefordert , unter anderem auch "hocheffiziente Verbrenner" weiterhin zuzulassen. "Der Brief von Kanzler Merz wurde sehr positiv aufgenommen", sagte Tzitzikostas dem Handelsblatt . In einer neuen Regelung werde die Kommission "alle technologischen Entwicklungen" einbeziehen, "einschließlich der Rolle von emissionsfreien und emissionsarmen Kraftstoffen und fortgeschrittenen Biokraftstoffen." Dies sei für einen "wirtschaftlich tragfähigen und sozial fairen" Übergang hin zu klimaneutralen Antrieben wichtig. Dem Bericht zufolge bestätigten zwei weitere Kommissionsbeamte, dass man künftig auch traditionelle Verbrennermotoren zulassen wolle, solange diese mit Biokraftstoffen oder E-Fuels betankt werden. Kommission will neuen Plan vorstellen Man wolle an den Zielen festhalten, doch jüngste politische Entwicklungen müssten berücksichtigt werden, zitiert das Blatt den Kommissar weiter. Wettbewerbsfähigkeit dürfe nicht gefährdet werden. "Deshalb prüfen wir auch, wie wir die europäische Automobil-Wertschöpfungskette am besten stärken können – etwa durch gezielte EU-Präferenzkriterien." Die EU hatte beschlossen, dass Neuwagen ab 2035 im Betrieb kein klimaschädliches Kohlenstoffdioxid (CO₂) mehr ausstoßen dürfen. Nach Druck aus den EU-Staaten wollte die Kommission voraussichtlich am 10. Dezember einen neuen Plan vorlegen . Möglicherweise wird das nun jedoch erst im neuen Jahr passieren. Es bestehe die Möglichkeit, "dass wir etwas später dran sind" sagte Tzitzikostas dem Handelsblatt . Dafür gebe es "gute Gründe".