Zeit 27.01.2026
11:55 Uhr

EU-Handel: Autokonzernchefs begrüßen Handelsabkommen mit Indien


Ein gutes Zeichen für die Wirtschaft: Deutsche Autokonzernchefs freuen sich über das EU-Freihandelsabkommen mit Indien. Die Öffnung der Märkte sei zentral.

EU-Handel: Autokonzernchefs begrüßen Handelsabkommen mit Indien
Die deutsche Autoindustrie hat sich erfreut über das verabschiedete Freihandelsabkommen der Europäischen Union (EU) mit Indien gezeigt. Mercedes-Chef Ola Källenius sagte am Rande einer Wirtschaftskonferenz ‍in Berlin, jede Bewegung Richtung Öffnung ​der Märkte und Stärkung des ‌Handels sei für Deutschland und Europa positiv. BMW-Chef Oliver Zipse nannte ⁠die Beschleunigung bei den Handelsabkommen ​mit Mercosur und Indien sehr wichtig für Deutschland als Exportnation. "Wir sind in Summe auf einem guten Weg. Was da entsteht, ist etwas Großartiges", sagte er. Auch Volkswagen-Chef Oliver Blume sagte, sein Unternehmen unterstütze jede Initiative für Handelsabkommen mit Regionen in ​der Welt. "Indien ist der drittgrößte Automobilmarkt der Welt in einer sehr dynamischen Entwicklung, ‍und dort sehen wir auch Potenzial für den Volkswagen-Konzern", sagte er. Die Präsidentin des Branchenverbandes VDA, Hildegard Müller, sprach zudem von einem starken Signal der Handlungsfähigkeit. Verhandlungserfolg der EU Die EU ‌und Indien hatten sich nach fast 20 Jahren Verhandlungen auf ein Handelsabkommen geeinigt . "Europa und Indien schreiben heute Geschichte", schrieb EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf X. Das Handelsabkommen soll den bislang stark abgeschotteten Markt Indiens für Unternehmen aus der EU öffnen. Mit dem Abkommen ⁠sinken unter anderem die Zölle auf Fahrzeugimporte von derzeit bis zu 110 Prozent auf 10 Prozent. Zehn Jahre nach Inkrafttreten des Abkommens sollen zudem die Zölle auf Autoteile wegfallen. Für insgesamt mehr als 96 Prozent der gehandelten Waren ⁠zwischen Indien und der EU fallen die Zölle weg oder sinken. Die EU rechnet damit, ‌dass sich ihre Warenexporte nach Indien bis 2032 verdoppeln werden. Das Abkommen mit Indien kommt zu einer wirtschaftlich bewegten Zeit. Seit der Einführung willkürlicher Zölle durch US-Präsident Donald Trump sucht die EU nach neuen Handelspartnern. Das Mercosur-Abkommen mit Brasilien, Argentinien, Uruguay und Paraguay war von der EU zwar verabschiedet worden , das EU-Parlament stimmte aber dafür, es zunächst dem Gerichtshof zur Prüfung vorzulegen .