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25.11.2025
15:46 Uhr
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In Belém möchte er nicht leben, auch in Angolas Hauptstadt Luanda hat sich der Kanzler offenbar nicht wohlgefühlt: Er habe dort gemerkt, "was man am deutschen Brot hat".

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) ist erneut mit einer irritierenden Aussage nach einer seiner Auslandsreisen aufgefallen: Einen Tag nach seiner Teilnahme am Gipfel der Europäischen und der Afrikanischen Union in der angolanischen Hauptstadt Luanda sagte Merz: "Was man am deutschen Brot hat, merkt man immer wieder, wenn man im Ausland ist. Gestern Morgen in Luanda am Frühstücksbuffet hab’ ich gesucht – wo ist ein ordentliches Stück Brot – und keins gefunden." Merz sprach in Hamburg während seines Antrittsbesuchs mit einem Bäcker. Dort probierte er Brot und holte gemeinsam mit Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) frische Brote aus dem Ofen. Es ist nicht das erste Mal, dass Merz nach einer seiner Auslandsreisen mit einer Aussage über sein Gastgeberland aneckt. Nach seinem Besuch auf der Klimakonferenz in Belém in Brasilien hatte der Kanzler in einer Rede auf dem Handelskongress in Berlin eine Anekdote über Belém erzählt , die von vielen als herabwürdigend verstanden wurde. Die Deutschen lebten "in einem der schönsten Länder der Welt", sagte er dort. Auf die Frage, wer denn in Belém leben wolle, habe dagegen "keiner die Hand gehoben", als er diese Frage während der Klimakonferenz dort an anwesende Journalisten gerichtet habe. "Die waren alle froh, dass wir vor allen Dingen von diesem Ort, an dem wir da waren, in der Nacht von Freitag auf Samstag wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind", sagte er. Brasilianische Politiker hatten Merz' Aussagen mit Irritation aufgenommen.