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23.02.2026
22:04 Uhr
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Wenige Tage vor dem AfD-Landesparteitag in NRW wirbt Björn Höcke dort für Unterstützer. In Düsseldorf protestieren Tausende Menschen gegen einen Auftritt.

Gegen einen weiteren Auftritt des Thüringer AfD-Chefs Björn Höcke in Nordrhein-Westfalen haben nach Angaben der Polizei etwa 7.000 Menschen demonstriert. Höcke hielt am Abend auf Einladung des örtlichen AfD-Kreisverbands eine Rede im Düsseldorfer Stadtteil Garath. Kurz vor einem möglicherweise wichtigen Landesparteitag der nordrhein-westfälischen Alternative für Deutschland reist Björn Höcke derzeit durch das Bundesland. Im Landesverband zeichnet sich ein Machtkampf ab: Der amtierende Landesvorsitzende Martin Vincentz, der als vergleichsweise moderat gilt, wird von zwei Gegenkandidaten herausgefordert. Diese werden vor allem vom rechten Parteiflügel unterstützt. Jacques Tilly steuert Karnevalswagen bei Gegen den Auftritt hatten drei Bündnisse bei der Polizei Protestaktionen angemeldet. Bei der ersten Demo unter dem Motto Garath tolerant und weltoffen seien schätzungsweise 3.000 Menschen losgelaufen, sagte ein Polizeisprecher. Später begann die Aktion Düsseldorf stellt sich quer , bei der die Polizei zunächst von 4.000 Teilnehmern sprach. Eine weitere Demo war ebenfalls geplant. Eine Gruppe von Demonstranten versuchte laut Polizei, in unmittelbarer Nähe des AfD-Veranstaltungsortes eine Absperrung zu durchbrechen. Das sei ihnen nicht gelungen. Es sei niemand verletzt worden. In der Nähe wurde auch ein Anti-AfD-Wagen des Düsseldorfer Karnevalswagenbauers Jacques Tilly aufgefahren. Die Plastik stellte einen großen Fisch mit der Aufschrift "Wir sind mehr!" dar, der einen kleineren mit der Aufschrift "Wir sind das Volk!" frisst. Die Demonstrierenden skandierten etwa: "Gegen den Faschismus". Transparente und Plakate zeigten Botschaften wie "Wir alle sind die wehrhafte Demokratie", "Rote Karte für Nazis" oder "Lebe so, dass die AfD etwas dagegen hat". Proteste in Dortmund Schon am Wochenende hatte es bei einer Veranstaltung mit Höcke in Dortmund Proteste mit mehreren Tausend Teilnehmern gegeben. Sowohl in Düsseldorf als auch in Dortmund scheiterten Versuche, Höckes Auftritt zu verhindern. Im Düsseldorfer Rat gab es Zweifel, ob ein gemeinsamer Antrag von SPD, Volt und den Grünen dazu rechtskonform sei. Der 53-jährige Höcke ist zweimal wegen der Verwendung einer verbotenen Nazi-Parole rechtskräftig verurteilt worden. Die von ihm geführte Thüringer AfD wird vom dortigen Landesverfassungsschutz als gesichert rechtsextremistisch eingestuft und beobachtet.