Zeit 01.03.2026
14:15 Uhr

Dubai: Angriffe in Golfregion sorgen für schwere Störungen im Flugverkehr


Wegen der Eskalation des Iran-Konflikts sitzen an wichtigen Drehkreuzen Hunderttausende Passagiere fest. Unter anderem der Flughafen Dubai ist geschlossen.

Dubai: Angriffe in Golfregion sorgen für schwere Störungen im Flugverkehr
Die israelisch-amerikanischen Angriffe auf den Iran sowie die iranischen Gegenangriffe führen zu einer der schwersten Störungen des weltweiten Flugverkehrs seit Jahren. Wichtige Flughäfen im Nahen Osten und der Golfregion, darunter das internationale Drehkreuz Dubai, sind geschlossen. An dem Flughafen werden normalerweise mehr als tausend Flüge pro Tag abgewickelt. Auch an den Flughäfen von Abu Dhabi und Kuwait gibt es keine Starts oder Landungen. Die Flughafenbetreiber in Dubai forderten Passagiere auf, nicht zu den Flughäfen zu kommen. Am Hamad International Airport in Doha sind die Flugsteige nach Angaben der Nachrichtenagentur Reuters fast ‌leer, während gestrandete Passagiere Schlange standen, um Hotelzimmer zu organisieren. "Massiver logistischer Albtraum" "Die Ausmaße dieser Drehkreuze sind ​heute einfach enorm. Hunderttausende von Menschen werden an den falschen Orten der Welt festsitzen, ohne Gewissheit, wann sie weiterreisen können", sagte der britische Luftfahrtanalyst John Strickland mit Blick auf die Schließung der Flughäfen Dubai und Doha. Dubai International ist gemessen am Passagieraufkommen inzwischen der größte internationale Flughafen der Welt. "Crews, Flugzeuge und Passagiere sind auf der ganzen Welt gestrandet", sagte ein Insider einer Airline am Golf der Nachrichtenagentur Reuters. "Es ist ein massiver logistischer Albtraum." Israelische Regierungsmaschine offenbar in Berlin Am Flughafen BER gibt es derzeit weder Abflüge noch Ankünfte aus Ländern der Region. Das betreffe die Ziele Tel Aviv, Dubai, Dschidda und Doha, sagte ein BER-Sprecher. Die Fluggesellschaften hätten alle Verbindungen bis mindestens Montagvormittag abgesagt. Ein Reporter der Nachrichtenagentur dpa beobachtete, dass Israels Staatsflugzeug offenbar am BER auf einem Rollfeld stationiert wurde. Nach Daten des Luftverkehrsportals Flightradar war die Maschine am frühen Samstagnachmittag Ortszeit in Israel gestartet und kreiste stundenlang über dem Mittelmeer, bevor sie nach Deutschland flog und am Abend am BER landete. Der Flughafen äußerte sich auf Anfrage nicht, auch die israelische Botschaft reagierte zunächst nicht auf eine Anfrage. Bei früheren Konflikten war die Maschine laut israelischen Medienberichten zum Schutz vor Raketenangriffen ebenfalls außer Landes gebracht worden. Lufthansa streicht Flüge nach Nahost und in Golfstaaten Alle Airlines der Lufthansa Group setzen ihre Flüge in ⁠den Nahen Osten zunächst bis zum 8. März aus. Dies betrifft die Verbindungen nach Tel Aviv, Beirut, Amman, Erbil, Dammam und Teheran, wie die Fluggesellschaft mitteilte. Flüge von und nach Dubai und Abu Dhabi werden demnach bis einschließlich 4. März ausgesetzt. Zudem soll der Luftraum der Vereinigten Arabischen Emirate bis einschließlich 4. März nicht genutzt werden, die Lufträume Israel, Libanon, Jordanien, Irak, Katar, Kuwait, Bahrain, Dammam und Iran bis einschließlich 8. März. Auch Gesellschaften wie British Airways, ITA Airways, Norwegian, Finnair, Air Algérie, Air India, Pakistan International, Air France, Turkish Airlines und Swiss teilten Ausfälle mit. Tausende Flüge gestrichen und verspätet Laut dem Luftverkehrsportal FlightAware waren bis zum Samstagnachmittag mehr als 12.500 Flüge verspätet; mehr als 1.400 Flüge wurden annulliert. Nach Angaben der Plattform Flightradar24 wurden an sieben großen Flughäfen mehr als 3.400 Flüge gestrichen – darunter in Dubai, Abu Dhabi und Doha. Zahlreiche Länder hatten als Reaktion auf die Luftangriffe in der Region ihren Luftraum geschlossen, darunter der Iran, der Irak, Kuwait, ‌Israel und ⁠Bahrain. Alle aktuellen Entwicklungen lesen Sie im Liveblog .