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22.11.2025
16:50 Uhr
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Über dem niederländischen Militärstützpunkt Volkel nahe der deutschen Grenze sind mehrere Drohnen in den Luftraum eingedrungen. Trotz Beschusses entkamen die Drohnen.

Das niederländische Militär hat nach eigenen Angaben auf Drohnen über einem Luftwaffenstützpunkt im Südosten des Landes geschossen. Das Personal am Stützpunkt Volkel unweit der Stadt Nimwegen nahe der deutschen Grenze habe die Drohnen am Freitagabend zwischen 19.00 und 21.00 Uhr gesichtet, teilte das Verteidigungsministerium mit. Daraufhin sei das Feuer eröffnet worden, die Drohnen seien jedoch entkommen. Warum sie in dem Sperrgebiet flogen, war dem Ministerium zufolge unklar. Der Vorfall werde nun gemeinsam mit der Polizei untersucht, sagte ein Sprecher der für den Grenzschutz zuständigen niederländischen Gendarmerie der Nachrichtenagentur ANP. Wie die Drohnen entdeckt und welche Waffen konkret gegen sie eingesetzt wurden, dazu wollte sich das Ministerium "aus Sicherheitsgründen" nicht äußern. Bundeswehr soll künftig für Drohnenabwehr eingesetzt werden In den vergangenen Monaten hatte es in mehreren EU-Ländern Drohnensichtungen und Luftraumverletzungen gegeben. In Polen drangen im September mehr als 20 russische Drohnen in den Luftraum ein, woraufhin die Nato Kampfflugzeuge und ein Patriot-Luftabwehrsystem einsetzte. Auch in Deutschland , Belgien und Dänemark wurden Drohnen über Militärbasen und Flughäfen gemeldet. Die Vorfälle hatten die Staats- und Regierungschefs der EU dazu veranlasst, eine Verstärkung der Flugabwehr zu erörtern. In Deutschland soll die Bundeswehr in Zukunft bei der Drohnenabwehr im Inland notfalls auch mit Waffengewalt unterstützen, um Spionage, Sabotage und mögliche Angriffe auf Menschen zu verhindern. Das sieht ein Entwurf des Bundesinnenministeriums vor, den das Kabinett kürzlich beschlossen hatte. Der Bundestag muss dem noch zustimmen.