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01.12.2025
17:54 Uhr
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Die Bundesregierung will das Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern noch in diesem Jahr eröffnen. Darin sollen die Landespolizeien und Bundesbehörden zusammenarbeiten.

Das gemeinsame Drohnenabwehrzentrum von Bund und Ländern soll noch in diesem Jahr seine Arbeit aufnehmen. Das teilte eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums mit. Einen genauen Termin für den Start nannte die Sprecherin allerdings nicht. Es sei wichtig, die Fähigkeiten der Bundespolizei zur Drohnenabwehr zu stärken und den Akteuren mit modernster Technik zu begegnen, sagte die Sprecherin. Die Behörde soll die Kompetenzen zur Drohnenabwehr von den Landespolizeien, der Bundespolizei und weiteren Sicherheitsbehörden bündeln. Zuvor hatte es in den vergangenen Monaten immer wieder Vorfälle mit unidentifizierten Drohnen über deutschen Flughäfen, Häfen und Industrieanlagen gegeben. Die Bundesregierung vermutet Russland hinter den meisten Vorfällen. Dobrindt stellt neue Drohnenabwehreinheit vor Die Bundesregierung hatte daraufhin eine Änderung des Bundespolizei- und des Luftsicherheitsgesetzes auf den Weg gebracht, um die Kompetenzen der Bundespolizei und auch der Bundeswehr bei der Drohnenabwehr zu erweitern. Demnach darf die Polizei künftig unter anderem in bestimmten Fällen Unterstützung der Bundeswehr anfordern. Der Bundestag muss allerdings noch zustimmen. Zuvor hatte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt eine neue Drohnenabwehreinheit innerhalb der Bundespolizei mit 130 zusätzlichen Einsatzkräften angekündigt . Die Beamten der Bundespolizei sollen dezentral rund um wichtige Flughäfen, in der Hauptstadt und in der Nähe sicherheitsrelevanter Objekte Drohnen aufspüren und abwehren. Am Dienstag soll Dobrindt die neue Drohnenabwehreinheit im brandenburgischen Ahrensfelde vorstellen.