Zeit 02.12.2025
14:06 Uhr

Drogenkartelle: Sohn von mexikanischem Kartellführer "El Chapo" bekennt sich schuldig


Im Prozess um die Familie des Drogenhändlers "El Chapo" Guzmán sagt ein weiterer Sohn aus. Durch den Deal könnte ihm eine lebenslange Haftstrafe erspart bleiben.

Drogenkartelle: Sohn von mexikanischem Kartellführer
Ein weiterer Sohn des mexikanischen Drogenhändlers Joaquín "El Chapo" Guzmán hat sich schuldig bekannt. Wie aus Gerichtsakten hervorgeht, sagte Joaquín Guzmán López zu, mit den Strafverfolgungsbehörden umfassend zusammenzuarbeiten. Ihm wird vorgeworfen, am Schmuggel Hunderttausender Kilogramm Kokain, Heroin, Meth, Crystal, und Marihuana in die USA beteiligt gewesen zu sein. Laut der Vereinbarung mit der Staatsanwaltschaft soll Guzmán López für mindestens zehn Jahre ins Gefängnis gehen. Eine lebenslange Haftstrafe könnte ihm durch den Deal aber erspart bleiben – auch wenn die Entscheidung darüber allein dem Gericht obliegt. Er muss zudem eine Geldstrafe in Höhe von knapp 70 Millionen Euro zahlen. Sein Vater, der 68-jährige Drogenboss "El Chapo", verbüßt zurzeit eine lebenslange Haftstrafe in einem Hochsicherheitsgefängnis in den USA. Als Chef des mexikanischen Sinaloa-Kartells galt Guzmán als einer der mächtigsten Drogenhändler der Welt. Er soll Medienberichten zufolge für den Tod von mehr als 34.000 Menschen verantwortlich sein . Im Jahr 2016 war er an die USA ausgeliefert worden, im Jahr 2019 wurde er verurteilt . Zwei Brüder sind noch auf der Flucht Guzmán López war vergangenes Jahr in Texas festgenommen worden. Sein Bruder Ovidio Guzmán hatte sich bereits diesen Sommer des Drogenhandels und der Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung schuldig bekannt. Zwei weitere Brüder sind weiterhin auf der Flucht. Für ihre Ergreifung hat die US-Regierung ein Kopfgeld von jeweils zehn Millionen Dollar ausgelobt. Infolge der Festnahmen von Guzmán López und des Kartell-Mitbegründers Ismael "El Mayo" Zambada García kam es in den vergangenen Monaten zu Kämpfen zwischen verschiedenen Teilen des Sinaloa-Kartells. In dem Machtkampf wurden nach Behördenangaben fast 1.200 Menschen getötet, weiter 1.400 Menschen werden vermisst.